Klinikummer ein Jahr danach: Verloren in den Weiten des Univers(itätsklinik)ums

30 Apr

Das erste Durchblicker-Programm Klinikummer karikiert die Zustände im Klinik-Komplex auf den Lahnbergen sowie die Debatten um einen Weiterverkauf des – 2006 vom Land Hessen privatisierten – Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) von der Rhön-Klinikum AG an den Krankenhaus-Konzern Fresenius. Entstanden ist es im März und April 2012. Erstmals aufgeführt wurde es am 30. April 2012 in der Waggonhalle bei der Vormaifeier der DGB-Senioren Marburg.

Inhalt: Wir befinden uns in einem Kursraum der Volkshochschule Marburg. Gespannt hängen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Lippen des Kursleiters …

Kursleiter:

Herzlich willkommen in unserem Kurs „Klinikgeographie Aufbaustufe“. Einige von Ihnen kennen mich ja schon aus dem letzten Semester. Schön, dass sie alle den Weg hierher gefunden haben.

Oma:

War ja net so schwer, wann ich da ans Klinikum denk.

Nicole:

Allerdings.

Kursleiter:

Letztes Semester waren wir ja bis zum Anmeldeschalter gekommen

Oma:

War ja erst der Grundkurs

Kursleiter:

Eben. Dieses Semester wollen wir es bis zur Notaufnahme schaffen.

Nicole:

Ist das nicht viel zu ambitioniert?

Blinder:

Ist das nicht etwas wenig?

Kursleiter:

Das ist durchaus realistisch. Wer es eiliger hat, den weise ich auf den Intensivkurs speziell für Rettungssanitäter hin. Die Kursteilnehmer erreichen bereits nach einem Semester die Notaufnahme.

Maria:

Darf ich daran auch teilnehmen?

Oma:

Sie sind doch kein Rettungssanitäter.

Kursleiter:

Sie brauchen Einsatzbereitschaft, einen guten Orientierungssinn und Kondition. Das Dschungelcamp ist gar nichts dagegen.

Nicole:

Aber wir tun doch nicht so, als wären wir prominent!

Kursleiter:

Wenn Sie das hier durchziehen, werden Sie bestimmt berühmt.

Oma:

Was is jetzt mit praktischen Tipps? Mein Schwiegersohn zahlt doch nicht für nix und wieder nix!

Maria:

Ihr Schwiegersohn zahlt? Ich muss alles selbst bezahlan!

Oma:

Was?

Maria:

Meine Therapie gegen die Klinikphobie!

Oma:

Mein Jürgen zahlt ja auch net aus Nächstenliebe. Der will halt sein Buam nicht selbst zur Nachsorge bringen. Hättens lieber vorher aufpasst. Dann hätt er die ganze Operation net gebraucht und die Narkoseschädigung, weil sie da oben für ne ganze Galerie OP-Tische nur einen Anästhesisten haben.

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