Der Ölprinz: Feuer und Flamme für einen Luftschlag auf Syrien

29 Aug

Andere interessieren sich für Fußballfelder. Mich interessieren eher Ölfelder. Wenn ich das Wort „Öl“ nur höre, laufe ich zu Höchstform aus und strahle wie ein großes Osterfeuer.

Mein Geld habe ich in Aktien angelegt. Öl, Panzer, Flugzeuge, Verkehr und Medien finden sich in meinem Portefolio wieder.

An allen wichtigen internationalen Konzernen halte ich Anteile. Eine derart differenzierte Geldanlage ist einfach krisensicher. Mehr noch: Gerade an Krisen mache ich den meisten Reibach.

Ich bin ein recht guter Mensch. Vor allem im Rechnen bin ich gut.

Mein Hab und Gut verwalte ich geschickt. Ab und zu zahle ich auch mal ein paar Euro Steuern, damit mich das Finanzamt nicht in meiner Steueroase besuchen kommt.

Aber bisher haben sie mir noch keine bösen Briefe geschickt. Ich bin halt geschickt.

Außerdem lebe ich ja in Hessen. Da werden allzu eifrige Steuerfahnder schnell mal für verrückt erklärt, damit unsereins bei seinen Geschäften nicht unnötig gestört wird.

Im hessischen Ried möchte man nun auch nach Öl bohren. Das hat Charme. Da kann ich immer mal vorbeifahren und mir mein Ölfeld angucken, ohne dass ich einen gepanzerten Wagen mit bewaffneten Bodyguards benötige wie im Irak und Libyen.

Zur Zeit schaue ich aber gerade nach Syrien. Da wäre momentan manches Schnäppchen zu haben. Wenn in wenigen Tagen die Drohnen in Schwärmen über Damaskus hereinbrechen, dann reibe ich mir vergnügt die Hände. Also marsch, Flugkörper, bombt mir den Weg zu meinen Ölfeldern frei!

ich bin Feuer und Flamme für einen Luftschlag auf Syrien. Wenn der beginnt, dann schlag´ich Purzelbäume in der Luft. Dann beginnen nämlich meine Luftbuchungen.

Ich brenne auf einen Angriff auf den Iran. Wenn Ihr an richtig viel Öl rankommen wollt, müsst Ihr näher an den Tee heran in Teheran!

Die Leute dort kenne ich nicht. Die sind mir auch egal. Wenn die bei so einer Aktion ins Gras beißen, haben sie halt Pech gehabt.

Hauptsache, ich hab´ordentlich Öl gehabt! Pech ist halt das harte Abfallprodukt von Öl.

Die Kriegsmaschinerie rollt wie ein geölter Blitz heran. Das Geschäft läuft wie geschmiert.

Erst verdienen wir an den Panzern und Flugzeugen, die in die Luft ehen. Damit sie starten, müssen vorher die Menschen in die Luft gehen. Dafür lassen wir mal ein paar Giftgranaten hochgehen.

Natürlich verdienen wir am tödlichen Gift in den Granaten ebenso mit wie am süßen Gift in den Fernsehkanälen. Wenn die Zuschauer vom vielen Gift den Kanal voll haben, dann verdienen wir noch mal mit dem Luftschlag.

Am Ende dann reißen wir uns die syrischen Ölfelder unter den Nagel. Das ist der größte Gewinn bei der ganzen Geschichte.

Den blöden Gaffern vor der Glotze machen wir dann weis, wir hätten die armen Menschen in Syrien vor weiteren Giftgasangriffen gerettet. Natürlich erfahren sie nicht, dass wir selbst die Giftmischer waren.

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