Der Traum vom Fliegen: Wie ein Bischof den Himmel auf Erden verbaut hat

14 Okt

Jauchzet, frohlocket, Ihr himmlischen Heerscharen! Ich bin der Herr, Dein Gott; Du sollst keine anderen Götter neben mir haben außer Franz-Peter Tebartz-van Elst!

Fliegen muss der Bischof von Limburg natürlich erste Klasse. Die armen Straßenkinder in Indien brauchen sein Mitleid. Also flog Tebartz-van Elst mit seinem Generalvikar in einer erstklassigen Aktion nach Indien.

Außerdem hatte er hochfliegende Pläne für den Limburger Domberg. Als traditionsbewusster Bischof benötigt er schließlich auch dringend eine angemessene Unterkunft. So was ist nicht billig zu haben.

Irgendwelche Neider haben ihm den Weg zu Höherem hier jedoch verbaut. Dabei hatte er doch nur 31 Millionen verbaut! Oder waren es doch vielleicht 40?

Erzbischof Robert Zollitsch aus dem freigeistigen Freiburg fand, Tebartz-van Elst habe die Grenzen überschritten. Also flog der Vorsitzende der katholischen deutschen Bischofskonferenz nach Rom, um seinen armen Amtsbruder beim Papst zu verpetzen.

Tebartz-van Elst wollte dieser unchristlichen Missgunst zuvorkommen und die Gunst der Stunde nutzen. Also buchte auch er flugs einen Flug nach Rom.

Aber es war ein Fluch, dass einige Journalisten Wind davon bekommen hatten und am Flughafen auf ihn warteten. Daraufhin stellte der clevere Bischof sich demütig und flog mit der Billig-Fluglinie Ryan-Air.

Die beiden Bischöfe sind inzwischen in Rom angekommen. Vermutlich ist auch die Empörung der Limburger Katholiken über den prunksüchtigen Bischof schon bei Papst Franziskus angekommen.

Ob Tebartz-van Elst nun wohl aus dem Amt fliegen wird? Hoch war jedenfalls die Aufregung über ihn. Auf dieser Welle der Empörung hätte er glatt hoch hinauf bis zum Himmel fliegen können.

Doch düstere Wolken verfinstern sich über dem Bischof. Fliegen werden seine Pläne künftig wohl nicht mehr so hoch hinauf und seine Ausgaben schon gar nicht.

Um die Grenzen des Erlaubten zu unterlaufen, hatte man die Bauarbeiten am Bischofspalais in kleinere Tranchen gestückelt. Ein Haus besteht schließlich aus einzelnen Steinen und ein Fachwerkhaus aus Balken, Reisig und Lehm.

Aus Lehm geformt haben soll Gott den Menschen laut dem 1. Buch „Genesis“. Dann hat er ihm der Schöpfungsgeschichte zufolge den Verstand eingehaucht.

Bei Tebartz-van Elst muss da irgendwas schief gelaufen sein. Neben etwas biederer Bauernschläue ddürfte er anscheinend auch sehr viel Unverstand abbekommen haben.

Eines aber ist sicher: Wie alle anderen Menschenkinder wird auch er dereinst in den Himmel aufsteigen und dort als Engel herumfliegen. Die Posaune wird er blasen mit dicken Backen und überall herumtrompeten, was für ein bescheidener Bischof er war im irdischen Limburg.

Mit der Wahrheit hat er es eben nicht so genau. Wenn man Bischof ist, kümmert man sich nicht um irdische Güter, um Geld oder Bagger. Als Bischof ist man zuständig für Höheres.

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