Mein persönlicher Aufruf zum Holocaust-Gedenktag: Nie wieder Faschismus, nie wieder Überwachung!

27 Jan

Das Konzentrationslager Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 von aliierten Truppen befreit. Deshalb ist der 27. Januar der Holocaust-Gedenktag.

Mein Großvater und mein Urgroßvater sowie meine Urgroßmutter väterlicherseits haben den Holocaust überlebt. Außer ihnen ist ihre gesamte Familie in den KZs Buchenwald, Auschwitz und Theresienstadt ermordet worden.

Auch Verwandte aus der mütterlichen Linie wurden von den Nazis ermordet. Ein Onkel gehörte einer Widerstandsgruppe an, von der nur zwei Aktive die NS-Diktatur überlebt haben.

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ Diesen Schwur nach Dende des Zweiten Weltkriegs haben die Deutschen leider sehr schnell gebrochen. Heute morden deutsche Soldaten in Afghanistan; deutsche Waffen werden auf der ganzen Welt gegen wehrlose Menschen gerichtet oder gar gegen solche, die selbst mit deutschen Waffen kämpfen.

Meine „Waffe“ ist das Wort. Als Nachfahre zweier Familien, die durch die Shoa dezimiert wurden, empfinde ich eine ganz besondere Verantwortung.

Auch heute noch trifft die Menschenverachtung vieler Zeitgenossen Juden, Roma und Sinti, Behinderte und Schwule, Kommunisten und aufrechte Christen. Xenophobie wendet sich gegen Muslime und Angehörige anderer Religionen. Der mörderische Hass ist immer noch nicht verbannt aus der Welt.

Diktatur und Überwachung haben ein „freundlicheres Gesicht“ bekommen. Die meisten Menschen bemerken sie gar nicht, denn sie schleichen in Form unfassbar leistungsstarker Algorhythmen durch das Internet, Telefonanlagen und Mobiltelefone.

Als Mathematiker und Physiker kann ich einschätzen, wie gefährlich diese Entwicklung schon ist. Vor allem kann ich mir leicht ausrechnen, welch totalitäre Ausmaße sie noch annehmen kann.

Wer ernsthaft bereit ist, Lehren aus der Shoa zu ziehen, der muss heute aufstehen gegen diesen Dritten Weltkrieg, den aus dem Ruder laufende Geheimdienste und Computernetze gegen die Menschheit führen. Der „Führer“ von morgen wird ein Quantencomputer sein, der unbemannte Drohnen steuert und die Berichterstattung der digitalen und „klassischen“ Medien steuert und kontrolliert.

Heute haben wir noch Zeit, aufzustehen. Heute haben wir noch die Wahl, den Stecker zu ziehen und der Überwachung entgegenzutreten. Wer weiß, wie wir morgen aufwachen werden?

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