Putins Rolle in Sotschi und Kiew: Einfach unterscheiden zwischen gut und böse

29 Jan

Russland ringt um Rekorde. Auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi hat Vladimir Putin sich präzise vorbereitet. Der bisherige Rekord in Sozialer Kälte ist ihm kaum mehr zu nehmen.

Heiß hingegen ist die Situation in der Ukraine. Trotz bitterer Eiseskälte harren Hunderttausende auf dem Freiheitsplatz „Maidan“ in Kiew aus. Die Volksseele kocht.

Putin hat hier Öl ins Feuer gegossen. Günstige Kredite und verbilligte Gaspreise sollten den Russland-freundlichen Präsidenten Alexander Janukowitsch stützen.

In Sotschi hingegen versucht Putin, das eisige Klima etwas freundlicher erscheinen zu lassen. Irgendwo weitab in den Bergen dürfen Leute sogar demonstrieren; und schwule Sportler brauchen die harten Gesetze Russlands während der Spiele auch nicht zu fürchten.

Ein paar Dissidenten hat Putin großzügig freigelassen. Das ist doch eine generöse Geste vor Beginn der Winterspiele!

Nun fordert IOC-Präsident Thomas Bach alle auf, nach Sotschi zu reisen. Das könne doch mehr bewegen bei Putin als eine Verweigerungshaltung a la Joachim Gauck.

Abgesehen von der vorenthaltenen Bezahlung für einige Wanderarbeiter und ein paar lässlichen Umweltsünden ist in Sotschi doch wirklich alles gut. Da sollte man die Gunst der Stunde doch schnell nutzen. Normalerweise ist das Verhältnis zwischen Ost und West schließlich nicht ganz so gut.

Bis vor 25 Jahren herrschte noch der „Kalte Krieg“. Putin knüpft an diese „Große Zeit Russlands“ mit seinen Machtphantasien wieder an.

Der Westen hingegen ist an alledem unschuldig. Ganz gewiss ist der ehemalige Box-Weltmeister Vitali Klitschko aus eigenem Antrieb in den Ring gestiegen, um Europa gegen Janukowitsch zu verteidigen.

Engelsgleiche Gestalten aus der EU-Bürokratie besuchen nun in regelmäßigen Abständen Kiew, um zwischen Janukowitsch und Klitschko zu vermitteln. Putin empfangen sie beim EU-Russland-Gipfel voller warmherziger Anteilnahme.

Derweil sammeln die Luftgeister von der NSA alles, was sie kriegen können. Am schärfsten sind die Hunde auf Edward Snowden, den sie derzeit aber nicht kriegen können, weil dieser finstere Putin ihn unter Verschluss hält. Dieser Snowden hatte doch glatt alles ausgeplaudert, was die Geheimdienste unter Verschluss halten wollten!

Heiß glühen die Drähte der Dienste. Eiskalt servieren sie jeden ab, der ihnen in die Quere kommt.

Die Russen machen es ganz genauso. Die Chinesen auch. Aber Russen und Chinesen sind die Bösen, wohingegen Amerika und Europa das Gute für sich gepachtet haben.

Adolf Hitler war der letzte Bösewicht in einer deutschen Regierung. Aus seinen Fehlern hat Deutschland gelernt. Gewalttätige Nazis gibt es in Europa nun nicht mehr.

Die letzten Massenmorde im Westen sind lange her. Vor 100 und vor 75 Jahren brannte es in Europa. Wenn heute irgendwo Kriege stattfinden, dann sind die Schlachtfelder weit weg in der Dritten Welt.

Deutsche Waffen sind allerdings überall dabei. Deutsche, französische oder US-amerikanische Soldaten sind auch öfter mal beteiligt. Die Geheimdienste der „Fife Eyes“ mischen überall mit.

Deutschland indes kümmert die Verstrickung deutscher Rüstungsfabriken ebensowenig wie die Lauschaktionen der NSA gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung. Die Amerikaner sind doch „Freunde“!

Warmherzig beweisen die Amis tagtäglich ihre Anteilnahme. An allem, was in Europa geschieht, sind sie interessiert. Wer könnte solch empathischen Mitmenschen wie denen von der NSA die kalte Schulter zeigen?

Warmherzig nimmt Europa Anteil am Leid der Schwulen und der Bürgerrechtler in Russland und der Ukraine. Schwule und Bürgerrechtler in Deutschland sollen sich mal da engagieren, statt hier in Deutschland herumzumeckern!

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