Export von Waffen statt von Arbeitsplätzen: Geschäft mit Schützenpanzern schützen

29 Jun

Ein Schreckgespenst geht um: Wenn die Bundesregierung nicht alle Waffenexporte zulässt, wandert die Rüstungsindustrie aus. Tausende technologisch hochwertiger Arbeitsplätze sind dann in Gefahr.
Die Mordmaschinen-Manager sollen dem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schon klar gemacht haben, dass er mit dem Schlimmsten zu rechnen hat. Aus allen Rohren werden die Panzerbauer ihn dann beschießen. Notfalls könnte man die Leopard-Panzer ja auch in Frankreich herstellen.
Die Argumente sind stichhaltig. Wenn mörderische Milizen im Irak oder Syrien Waffen einsetzen wollen, benötigen sie doch Freunde, die Gewehre und Granaten für sie in Deutschland besorgen.
Softtware zur Überwachung aufmüpfiger Geister lässt sich halt gut an autoritäre oder diktatorische Regimes verkaufen. Wasserwerfer und Gas helfen bedrängten Machthabern bei der Wiederherstellung von Rechts und Ordnung.
Gas war in der deutschen Geschichte ohnehin schon ein ganz besonderes Produkt. Was die IG Farben einst an die Konzentrationslager lieferte, das kann so schlecht dochnicht gewesen sein. Immerhin mussten mehr als sechs Millionen Menschen dran glauben.
Arbeitsplätze in der Waffenindustrie sind wichtig. Wie schrieb einst schon Paul Celan in seiner „Todesfuge“ so richtig: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.“
Diese Meisterschaft müssen wir schützen. Vielleicht braucht die Gruppe Boko Haram ja auch noch deutsche Gewehre, um weitere ungläubige Schulmädchen aus christlichen Internaten zu entführen?

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