Das Interface für meinen täglichen Text: Was denkst Du denn

8 Nov

„Wie schaffst Du das neben Deiner nobelpreisverdächtigen Forschung eigentlich noch, in Deinem Blog jeden Tag einen neuen Text online zu stellen?“ Diese Frage hat mir gestern eine Kollegin gestellt. Die Antwort verrate ich heute.
Kern meines Geheimnisses ist mein Neuro-PC-Interface. Meinen Rechner steuere ich über meine Gedanken.
Sobald ich denke, dass ich einen Text schreiben möchte, schaltet sich die Texteingabe automatisch ein. Jeden Gedanken, den ich habe, speichert der Rechner in Windeseile.
Anfangs hatte ich noch Probleme mit Gedanken, die mir zwischendurch zu anderen Themen kamen. Aber dieses Problem habe ich zwischenzeitlich auch gelöst. Zudem kann ich auch einen Löschbefehl per Gedanken an den PC übertragen.
Dank dieser Erfindung schreibt mein Rechner in Windeseile auf, was ich denke. Derweil liege ich träge auf der Couch und hänge meinen Gedanken nach.
Ähnlich betreibe ich übrigens auch Teile meiner Forschung. Forsch komme ich so voran mit Algorhythmen ebenso wie mit wissenschaftlichen Aufsätzen.
Das gelegentliche Nachdenken über andere Themenfelder als meine Forschung ist da übrigens sehr hilfreich. Aus technischen Gründen ist es von großem Vorteil, wenn ich jeden Tag einen Text denke.
Mehr als ein Text hingegen wäre wiederum hinderlich. Deshalb sollten die Leserinnen und Leser meines Blogs auch nur einen Text täglich erwarten.
Ausschalten kann ich die Funktion übrigens mit meinem Abendtweet. Am Ende des Tages denke ich etwas Zusammenfassendes zum Tag, das kurz darauf bei Twitter erscheint. Danach schaltet sich der PC automatisch ab.
Aber es ist zu blöd: Die Abschaltfunktion ist gestört. Am Ende des Tages ist der Rechner aus unerfindlichen Gründen nicht mehr aufnahmebereit.
Seit vorgestern hat das mit dem Abendtweet nicht mehr geklappt. Streikt mein neues Interface etwa ebenso wie die GdL?
Da muss ich doch glatt aufstehen und nachsehen, was an meiner schönen neuen Technik kaputt ist. Ich glaube, mich trifft der Schlag!
Ich könnte rot vor Wut werden angesichts dessen, was dieses Miststück gerade schreibt. „Ich liebe Angela Merkel“, schreibt der PC ohne mein Zutun. „Angie, Angie!“

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