Der Lüge ins Netz gegangen: Denn sie wissen nicht, was sie tun

7 Aug

Wissen ist eine Stadt an der Sieg. Auch Au liegt an der Sieg. Wenn Ministerien nicht wissen, was sie wissen, dann ist das gewiss kein Sieg demokratischer Transparenz, sondern ein guter Grund für den Ausruf „Au!“
Das Bundesinnenministerium weiß nicht, was es gewusst hat: Erst wollte es von nichts gewusst haben, doch dann stellte sich heraus, dass es alles gewusst hat. Diese Wissenslücke über das eigene Wissen nannten böswillige Kritiker „Lügen“. Wissen ist Macht. Nichts gewusst haben ist ein Sieg über vorherige Ohnmacht.
Manche prahlen halt nicht mit ihrem Wissen. Das gilt zum Beispiel für Geheimdienste. Die dürfen ihr Wissen nicht preisgeben, selbst wenn andere ihnen dafür einen hohen Preis geben.
Hans-Georg Maaßen indes ärgerte das Wissen von netzpolitik.org. Deswegen schrieb er eine Anzeige. Diese Anzeige zeigte er auch seinem Vorgesetzten an.
Da haben wir nun de Maiziere: Innenminister Thomas de Maiziere will nichts und soll alles gewusst haben. Nun plagt ihn aber nicht etwa sein Gewissen, sondern der öffentliche Druck auf einen gewissen Posten.
Die ganze Debatte läuft unter dem Stichwort „Pressefreiheit“. Das bedeutet, dass die Presse frei sein soll von gewissem Wissen. Deswegen halten Politiker alles geheim, was der Demokratie schaden könnte.
Was der Geheimdienst so macht, ist streng geheim. Nicht mal sein kompletter Haushalt ist öffentlich. Schließlich ist Geld ja Macht ebenso wie Wissen.
Die Bürger dürfen nicht wissen, wie der sogenannte „Verfassungsschutz“ ihre Verfassung schützt. Bringt jemand heraus, dass der beste Verfassungsschutz in der Abschaffung der gleichnamigen Behörde bestünde, dann begeht er Landesverrat. Wer dem Land verrät, wer die Demokratie beschädigt, ist ein Landesverräter.
Deswegen ist netzpolitik.org dem General Bundes an Walt Harald Range ins Nezt gegangen. Sie wollten´s wissen. Au!
Aber der Schuss ist nach inten los gegangen. Erst traf er Range und verschaffte der Pressefreiheit einen Sieg über die Heimlichtuer. Dann wollte die Presse mehr wissen.
Deshalb geht´s jetzt wohl noch weiter. Bestimmt folgt schon bald ein weiterer Rücktritt einer Person von Range: Der Nächste bitte!

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