F wie Flasche: Kleines Lexikon des trockenen Humors von A bis Z

13 Nov

Heute ist Freitag, der Dreizehnte: Da kann man sich eigentlich nur besaufen oder wenigstens mein kleines Lexikon des trockenen Humors von A bis Z lesen. Diese List erhebt keinen Anspruch auf volle Beständigkeit.
Alkohol
sollte man in Maßen genießen oder zumindest in Maßkrügen.
Bier
ist das Gebräu, was nach einem uralten Reinheitsgebot hergestellt wird und trotzdem kein reiner Alkohol ist. Champagner
ist das, womit gut situierte Menschen ihre überschäumende Lebensfreude feiern, während für weniger Begüterte Sekt auch gut genug ist. Depp
ist in Bayern derjenige, der nichts rafft, weswegen dort die CSU auch so viele Wähler hat. Ekel
ist das, was manche beim Anblick Betrunkener empfinden, aber auch der, der völlig nüchtern schlimmer ist als die „besorgten Bürger“ in volltrunkenem Zustand. Flasche
ist das, worin nicht nur alkoholische Getränke aufgetischt werden, aber auch der, der derartige Behältnisse bereits vor dem Leeren zerdeppert. Gin
ist ein Getränk und ein Flaschengeist, der meist nach dem Genuss von zuviel Alkohol aus der Flasche entweicht. Hefe
ist das, womit Brot und Kuchen aufgehen und Weizenbier wenigstens einigermaßen geht. Igitt
ist der Ausruf, den man zu hören bekommt, wenn ein Insekt ins Glas gefallen ist oder ein Nazi einen Fremden von Weitem herannahen sieht. Jever
ist eine Stadt in Norddeutschland und das Bier, was dort gebraut wird, damit die Menschen in Ostfriesland diese trockene Gegend überhaupt aushalten können. Kaffee
ist die Einstiegsdroge, mit der man den Tag beginnt, um am Abend auf Alkohol überzuwechseln. Liter
ist das Maß, das man beim Trinken halten sollte und unter das man zumindest dann nicht gehen sollte, wenn man die Wirkung spüren will. Maß
ist die Menge, die in Bayern beim Biertrinken Standard ist, und das, was der Schneider nehmen muss, bevor er einem Bayern den Anzug herstellt. Nass
ist alles, was man trinken kann oder wo man hineinfallen kann, ohne sich dabei derbe zu stoßen. Orangensaft
heißt nicht etwa so, weil er aus orangefarbenen Südfrüchten hergestellt wird, sondern weil Rangen ihn trinken, denen der Alkohol noch nicht erlaubt ist. Prolet
ist derjenige, der von Vornherein keine Chance hatte oder der seinen Verstand versoffen hat und deshalb keine mehr kriegt. Quetsche
sind im Südwesten Früchte, aus denen man Kuchen ebenso herstellen kann wie Schnaps, während dieses Wort anderswo die 2. Person von „Einatmen“ bezeichnet. Riebiesel
sind in Österreich Früchte, aus denen man auch Schnaps herstellen kann, wobei es rote und schwarze gibt, wegen denen man aber trotzdem weder rot noch schwarz sehen muss. Sekt
ist das Getränk für Sektierer, die sich über die rechte Marke, die richtige Temperatur und den passenden Zeitpunkt für´s Überschäumen zerstreiten. Tee
ist das, worin man Alkohol am besten verbirgt.
Urin
ist recycelter Alkohol, der morgens aber durchaus heilsam sein kann. Verbindung
ist das chemische oder menschliche Miteinander, aber auch der Sauhaufen, wo alle sich ständig besaufen und dann reaktionäre Lieder grölen. Wein
ist das, was Genießer trinken, ohne dass sie hinterher weinen müssen. Xanthippe
nennen viele Trinker ihre Frau, weil sie abends mit der Bratpfanne hinter der Tür auf sie wartet. Yes
ist das, was vornehme Briten antworten, wenn man ihnen Whisky anbietet. Zucker
ist das, was im Wein nicht sein sollte, weil der Kater sonst noch größer wird.

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