Der Pate: Geschmiert mit Öl IS schon

1 Dez

Der Pate ist knallhart. Mit ihm ist nicht zu spaßen. Wer sich´s mit ihm verdirbt, der muss dran glauben.
Alle zittern vor ihm. Wer ihm blöd kommt, der lebt nicht mehr lange.
Sei es der allzu menschenfreundliche Vorsitzende der Anwaltskammer irgendeines Provinzkaffs, der schwatzhafte Chefredakteur einer kritischen Zeitung oder ein oppositioneller Politiker – sie alle fürchten ihn und seine Schergen. Wer nicht erschossen wird, landet hinter Gittern und wird dort möglicherweise auch noch gefoltert. Der mächtige Boss hat genügend Leute, die Uniformen tragen oder Richterroben.
Ein fremdes Flugzeug lässt er kurzerhand mal abschießen. Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen.
Dumm war allerdings, dass er sich mit dem Abschuss einen noch mächtigeren Mafioso zum Feind gemacht hat. Der Russe hat Beweise dafür, dass der Türke Pate des IS ist und mit ihm Waffen gegen Öl tauscht. Das darf doch keiner wissen.
Natürlich weiß das der Westen auch. Aber der will, dass Erdogan die Flüchtlinge aufhält. Wenn er dafür die Hand aufhält, dann drückt Europa dafür ein Auge zu.
Schließlich liefert der Westen ja auch Waffen an die Saudis. Die sind noch übler als Erdogan. Deren Öl braucht man noch dringender als türkischen Beistand bei der Abwehr von Flüchtlingen.
Ein bisschen IS bombardieren ist ja ganz nett. Wenn das mit guten Geschäften der Waffenlobby einhergeht, ist das noch besser. Ein paar Streubomben auf Syrien und etwas Sand für die Augen der Bevölkerung in Europa sind schon drin, wenn der Westen für seine Werte kämpft.
Was das für Werte sind? Diese Frage sollte sich eigentlich erübrigen: Jeden Tag werden sie an der Börse von Neuem festgelegt.

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