Da biste Platiny: Hat sich das Blatter bei der FIFA wirklich gewendet?

22 Dez

Da haben wir aber auch echt Mitleid: Sepp Blatter und Michel Platiny sind die armen Opfer einer gemeinen Intrige. Ihr ganzes Leben haben sie selbstlos dem Fußball geopfert; und nun macht die Ethikkommission der FIFA sie einfach fertig.
Acht Jahre sollen sie kein Amt in der FIFA mehr ausüben dürfen. Angesichts ihres Alters ist das doch glatt „Lebenslänglich“.
Dabei war das mit den beanstandeten zwei Millionen Schweizer Franken doch ein Geschäft unter Gentleman. Dass der Deal nicht in den Büchern auftauchte, war nur eine administrative Angelegenheit.
Ohnehin sind 1,8 Millionen Euro für diese beiden Herren doch nur Peanuts. Normalerweise gehen sie mit viel größeren Summen um.
Angesichts der Milliardengeschäfte der FIFA ist das doch Korinthenkackerei. Wenn Blatter und Platiny über jede Million Rechenschaft ablegen müssten, dann kämen sie doch gar nicht zum Wesentlichen!
Die FIFA ist halt ein Milliardenkonzern. Blatter ist der Boss und Platiny ein wichtiges Mitglied dieser ehrenwerten Gesellschaft.
In Italien würde man solche Organisationen „Cosa Nostra“ oder „Mafia“ nennen. In der Schweiz heißt dergleichen „FIFA“.
Allerdings gibt es in der Schweiz Staatsanwälte, die solch saubere Herrschaften strafrechtlich verfolgen. In Italien traut sich das kaum einer, weil kaum einer so was überlebt.
Hier aber sind es Blatter und Platiny, die ihre selbstherrliche Ignoranz nicht überleben. Allerdings meint „überleben“ dabei nur „weiter Karriere machen“ und nichts Gefährlicheres.
Hätte die Kommission anders entschieden, hätte die FIFA das nicht überlebt. Ohnehin hat sie einen total bröckeligen Scherbenhaufen zu kitten. Der Olympia-Volksentscheid in Hamburg mag eine Vorstellung davon geben, wie das Ansehen der großen Sportverbände bei den redlichen Bürgern aussieht.
Diesmal greift die FIFA durch. Zumindest hoffen das alle. Aber die UEFA hält weiterhin zu Platiny.
FIFA und UEFA sind eben nicht reformierbar. Eine Gangsterbande wird nicht freiwillig zu einer Engelsschar. Solange die Fußballfans noch viel Geld abdrücken für teure Profis und noch größeren Profit, wird das nichts mit einer sauberen FIFA.

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