Atomkraft ist sicher: Der Untergang kommt ganz bestimmt

11 Mrz

Hingehen will wohl keiner, weil er dabei draufgehen kann. Vor fünf Jahren kannte kaum einer den Namen dieser Stadt, doch heute steht er für „Hybris“ und „Katastrophe“. Am 11. März 2011 wurde Fukushima zum Inbegriff der mörderischen Folgen von Atomenergie und menschlicher Arroganz.
Damals kam alles zusammen: Erst bebte die Erde unter dem Meer, dann rollte eine riesige Flutwelle auf Japan zu. Wasser drang in das Atomkraftwerk ein, das ungeschützt direkt an der Küste stand. Die Techniker machten so ziemlich alles falsch, was man falsch machen konnte, bis es schließlich in zwei Reaktoren zur Kernschmelze kam.
Aber Atomkraft ist sicher. Daran glauben nicht nur die Verantwortlichen in Belgien und Frankreich immer noch. Sie halten auch ihre ältesten und marodesten Meiler weiter am Laufen, weil dann der Rubel rollt.
Aber auch in Deutschland sind noch Atomkraftwerke am Netz. Die großen Energiekonzerne müssen damit das Geld verdienen, das sie für den Rückbau der anderen Schrottreaktoren benötigen. Derweil kann natürlich auch hierzulande so ein Reaktor hochgehen.
Am Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima wollen wir also ein Hoch auf die Energiekonzerne ausbringen: Hoch waren vermutlich die Summen, mit denen sie Politiker gekauft haben. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE) beispielsweise hat die Kommunen gleich mit ins Boot geholt und zu Aktionären gemacht, die nun hoch bezahlen müssen für den Ausstieg aus der Atomkraft.
Hoch waren die Wellen in Fukushima. Noch höher ist das Risiko, das der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken verursacht. Wenn das nächste AKW hochgeht, dann wird auch die Empörung hoch ausfallen über die Höhe der Ignoranz gegenüber diesen Gefahren.

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