#Rio2016: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

14 Aug

„Am Golde hängt, zum Golde drängt doch Alles.“ Das gilt auch für olympische Medaillen, doch noch mehr: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“
Wer vor den Spielen von den Medien vollmundig hochgejubelt wurde zum „Goldjungen“ oder zum „Gold-Girl“, der hat in Rio de Janeiro eher versagt als jene, die vorher keiner auf dem Zettel gehabt hatte. Für Robert Harting oder Marco Koch war der Druck einfach zu groß.
Deswegen sollten sich die Medien ihrer Macht bewusst werden, die möglicherweise negativ wirkt: Je mehr Berichterstattung eine Athletin oder einen Athleten mit Olymbischem Gold in Verbindung bringt, desto geringer werden seine Chancen darauf. Je kleiner der Erwartungsdruck während des Wettkampfs ist, desto größer werden die Chancen auf ein unbelastetes Herangehen an die Aufgabe.
Neben dem pharmazeutischen Doping gibt es eben auch das journalistische. Eingedenk dieser Tatsache stellt sich die Fragge, ob eine allzu euphorische Vorberichterstattung über Olympioniken ihnen nicht schadet: Allzu viel Jubel vor der Medaille vernichtet ihre Wahrscheinlichkeit geradezu.
Wahrscheinlich waren die vielen vollmundigen Berichte über deutsche Sportler auch die heimliche Rache Vladimir Putins für den Ausschluss der staatlich gedopten Russen. Wie viel Rubel rollten an den hässlichen Schundfunk für den Hype um Marco Koch? Wie wird Gesa Krause abschneiden, nachdem der HR auch sie so in den Himmel gehoben hat?

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