20,8 % AfD: Wir schaffen das

5 Sep

Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Die AfD hat keinen Grund zum Meckern. Anders verhält sich das aber für alle anderen Parteien.
Die Regierungsparteien haben im Wahlkampf versucht, bei den AfD-Kernthemen „Flüchtlinge“ und „Sicherheit“ zu punkten. Damit haben sie Wahlkampf für die AfD gemacht. Ebenso wie die AfD haben sie getan, als seien Flüchtlinge in MeckPomm ein echtes Problem, obwohl´s da fast gar keine gibt.
Innenminister Lorenz Caffier von der CDU hat eine Haudrauf-Forderung zur „Sicherheitspolitik“ nach der anderen in den Ring geworfen. Ministerpräsident Erwin Sellering von der SPD hat die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel angegriffen, weil sie die Menschen verunsichert habe.
Ihre Parole „Wir schaffen das“ sei falsch gewesen, sagten sogar Linke. Dabei gab es im Sommer 2015 keine humane Alternative zu dieser Aufforderung, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Aber auch den Grünen war der Satz „Wir schaffen das“ im Sommer 2016 zuwenig, obwohl er doch ein Jahr zuvor die Bestärkung der Willkommenskultur bewirkt hatte.
Dieser Willkommenskultur haben alle Wahlkämpfer in MeckPomm gründlich den Garaus gemacht. Damit haben sie den Rechten von der AfD Recht gegeben und sie mit 20,8 Prozent zur zweitstärksten Partei im Landtag gemacht.
War das Absicht oder Blödheit? Wenn´s Absicht war, dann gehören SPD und CDU in die Opposition. Wenn´s „nur“ Blödheit war, dann sind sie auch nicht regierungsfähig.

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