Mit Dusel ins Gruselkabinett: Casting für die Geisterbahn

22 Nov

Alles, was rechts ist: Noch habt Ihr die einmalige Chance, am spektakulären Casting für die neue Geisterbahn teilzunehmen! Wissen müsst Ihr dafür fast nichts außer: Geister ist hier nicht die Steigerung von Geist, sondern das genaue Gegenteil davon.
Macht Euch also auf zum Trump-Tower und bewerbt Euch für Americas great Gruselkabinett! Donald Trump wartet schon auf Euch, wenn Ihr männlich, älter als 60 Jahre und vor allem sehr hell- und dünnhäutig seid.
Gefragt ist dabei keine Lauterkeit, sondern eher Lautstärke. Die hat Stephen Bannon nicht nur als Wahlkampfmanager von Trump gezeigt, sondern vorher schon als Chef des rechtsradikalen Internetportals breitbart.com. Angesichts dieser Erfahrungen mit postfaktischer Politik ist er bestens qualifiziert für den Posten als Chefberater des Präsidenten.
Gute Chancen haben hier ansonsten auch hitzköpfige Haudegen mit Generalsstern: General Michael Flynn zum Beispiel wird Nationaler Sicherheitsberater. Das Verteidigungsministerium übernimmt General James Mattis, womit sich „Mad Dog“ sicher ebenso übernimmt wie Flynn.
Den Auslandsgeheimdienst CIA befehligt künftig Mike Pompeo. Er will den Whistleblower Edward Snowden lieber tot als lebendig sehen.
Justizminister soll Jeff Sessions werden. Der erzkonservative Staatsanwalt ist die rechte Strafgestalt für Trumps Zukunft in der Vergangenheit.
Auch für Rudi Giuliani wird sich wohl noch ein Pöstchen finden. Immerhin muss Trump insgesamt 4.000 Posten neu besetzen. Das könnte angesichts der Qualifikation seiner Anhänger möglicherweise ein Problem werden. Trump spaltet. Doch Kritik empfindet er als Haarspalterei.
Einen lauen egenwind hat Trumps künftiger Vizepräsident Mike Pence bereits bei einem Besuch des Musicals „Hamilton“ zu spüren bekommen. Doch statt eines Austauschs von Argumenten zeigte Trump, von welchem Schlag er ist und schlug heftig mit Hetztiraden zu.
Als Stabschef im Weißen Haus soll Reince Priebus all diese Irren bändigen. Mitt Romney soll ihre reaktionäre Politik als Außenminister weltweit verkaufen. Aber wozu brauchen die USA eigentlich noch einen Außenminister, hat Trump doch nicht nur im Wahlkampf immer wieder gebetsmühlenartig verkündet: „America first!“

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