Landesweiter Stromausfall: Hackerangriff auf kritische Infrastruktur

3 Dez

Am Morgen wollte er seiner Besucherin einen Kaffee kredenzen. Doch die Kaffeemaschine mochte nicht. Auch das Küchenradio blieb stumm.
Nach einiger Such fand er Batterien, die er in das Radiogerät steckte. Kurz darauf hörte er dort von einem landesweiten Stromausfall.
„Die Nachrichten werden über Notstromaggregat aufgezeichnet und gesendet“, erklärte der Sprecher. „Wichtige öffentliche Einrichtungen haben ebenfalls umgestellt. Im Bundeskanzleramt ist ein Krisenstab zusammengetreten.“
Behrens vom BSI meldete sich über KC1. Er war sehr aufgeregt: „Können Sie Ihre KC1-Geräte schneller liefern?“
Tom dachte nach: „Ohne Strom können wir kein Gerät herstellen. Ohne Strom ist auch nicht sicher, dass die Bauteile geliefert werden.“
Behrens redete mit einem anderen Mann. „Wir werden dafür sorgen, dass Sie alles bekommen, was Sie benötigen. Senden Sie mir eine Liste!“
Tom steckte das Gerät in die Hosentasche. Dann fuhr er seine Besucherin in die Stadt, wo sie sich mit einem hingebungsvollen Kuss von ihm verabschiedete.
Danach sprach er Meckler über KC1 an. Er berichtete ihm von dem Gespräch mit Behrens. „Ein Notstromaggregat hat die Uni“, meinte Meckler.
„Dann werden wir das nutzen können“, sagte Tom. „Die Lieferungen könnten aber ein Problem werden. Wie sollen wir da vorgehen?“
Meckler meinte, man könne ja einige Bestellungen über Behrens ausführen lassen. Die wesentlichen Materialien aber, die er für geheimhaltungswürdig hielt, wolle er lieber nicht über das BSI abwickeln.
Sein Kollege sah das ganz genauso. Also sprach er für Behrens eine Liste derjenigen Materialien auf, die das BSI liefern solle.
Dann ging er in sein Büro und dachte nach. Wie könnte er seine Entdeckung zum Schutz der Uni-Rechner einsetzen? Einige Ideen hatte er schon, die er schnell in sein KC1 sprach.
Um 15 Uhr traf sich der Krisenstab im Rechenzentrum. Behrens kam eine Viertelstunde später.
„Zur Herstellung der Geräte benötigen wir Strom“, sagte Tom. Mehr musste er nicht sagen. „Sie können eins unserer Notstromaggregate nutzen“, antwortete die Präsidentin sofort.
„Ich habe einen Karton für Sie im Auto“, sagte Behrens. „Den Rest bringt Ihnen morgen ein Kurier.“
Triftler erklärte die Schutzmaßnahmen des Rechenzentrums. Den wichtigsten Server betrieb er mit einem Notstromaggregat. Weitere Aggregate benötigten das Klinikum, die Universitätsbibliothek und das Archiv sowie die Biologie.
„Weiterhin täglich um 15 Uhr hier“, sagte die Präsidentin zum Schluss. „Weiterhin strengste Geheimhaltung!“
Nach der Sitzung sprach Tom mit Triftler über seine Ideen zum Schutz der Server. Zwei Maßnahmen setzten die beiden danach sofort um. Bislang war es den Hackern trotz tausender Angriffe stündlich nicht gelungen, das system zu knacken.
Behrens stand daneben. Von Tom ließ er sich einige Hinweise geben, wie man kritische Infrastruktur schützen könne. Zum Abschied überreichte Tom ihm ein weiteres KC1.
„BSI“, sagte er. „Das ist das Dienstgerät des BSI. Geben Sie es nur absolut vertrauenswürdigen Personen!“

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