Letzte Sitzung des Krisenstabs: Hackerangriff ist Geschichte

13 Dez

„Das ist heute uner vorerst letztes Treffen“, sagte die Präsidentin. „Als nächsten Termin schlage ich den 17. Januar vor. Dann werden wir einen ganz besonderen Gast hier haben.“
Alle Anwesenden sahen sie fragend an. „Frau Merkel will die Antrittsvorlesung von Herrn Professor Kraft an diesem Tag persönlich eröffnen und sein Institut besichtigen“, erklärte die Universitätspräsidentin. „Das ist eine große Ehre für uns, zumal sie ihre Wissenschaftsministerin mitbringt.“
Triftler meldete sich zu Wort: „Wenn wir bis Mitte Januar keine weiteren Sitzungen des Krisenstabs abhalten, würde ich gerne den aktuellen Stand unserer Arbeiten und die anstehenden Vorhaben vorstellen. Wir haben zwar die Hackerangriffe erfolgreich abgewehrt und das auslösende Netz lahmgelegt, aber damit natürlich lange noch nicht alle Gefahren beseitigt.“
Behrens pflichtete ihm bei: „Die neue Software läuft auf allen wichtigen Rechnern in Deutschland absolut stabil. Die Frage ist allerdings, wem wir sie weitergeben oder ob wir sie überhaupt weitergeben können.“
Tom hakte ein: „Angesichts der Gefahr eines Missbrauchs plädiere ich dafür, weder die Software weiter zu verbreiten, noch den KC1. Irgendwann wird jemand in der Lage sein, die zugrundeliegende Technik nachzubauen und möglicherweise für verwerfliche Zwecke einzusetzen. Das möchte ich so lange wie möglich hinauszögern.“
Triftler ergänzte: „Wir haben festgestellt, dass auf einigen Servern, die wir inspiziert und lahmgelegt haben, frühe Vorstufen der Quantentechnologie zu finden waren. Allerdings reichte ihre Qualität bei weitem nicht an unsere heran.“
Tom blickte in die Runde. „Offenbar sind alle mit dem Vorschlag von Herrn Kraft einverstanden“, stellte die Präsidentin fest. Behrens nickte.
Triftler erläuterte die zwischenzeitlich durchgeführten und die geplanten Maßnahmen. Über die Weiterentwicklung des KC1 zum KC2 verlor er allerdings kein Wort. Das hatte er Tom in die Hand versprochen.
„Dann darf ich die Sitzung nun mit einem ganz besonderen Dank an die Herren Triftler, Meckler, Behrens und insbesondre Herrn Professor Kraft schließen“, sagte die Präsidentin. Alle klopften auf den Tisch und nickten Tom zu.
Kurz erhob er sich: „Ich darf dieser Runde und dvielen anderen danken, die mitgeholfen haben. Ohne die breite Unterstützung und insbesondere die unermüdliche Arbeit von Triftler, Meckler und Behrens wäre die Abwehr der Hackerangriffe nicht gelungen.“
Behrens antwortete: „Ohne Herrn kraft wäre das alles nicht möglich gewesen. Mir hat diese vertrauensvolle und spannende Arbeit viel Spaß gemacht.“
Auch Müller-Felsrodt ergriff kurz das Wort: „Solange jemand ein KC1 hat, werden wir ihn weiterhin begleiten. Wer den Personenschutz nicht länger erdulden möchte, muss sein Gerät an Herrn Kraft zurückgeben.“ Alle nickten. Doch niemand zog seinen KC1 heraus.
Draußen im Flur fing Müller-Felsrodt den KC-Entwickler ab. „Kollege Köhler wird mit Ihnen und Frau Snyders bei der Fahrt zur Verfügung stehen, die Sie jetzt gleich antreten wollen“, kündigte er an. „Frau Snyders wartet beim Lift.“
Kurz darauf sah Tom die bildschöne Diebin. Trotz der winterlichen Witterung trug sie ein schulterfreies kurzes Kleid mit großem Ausschnitt vorn und hinten. Sein Blick wollte sich kaum lösen von dieser wunderschönen attraktiven blonden Frau.
„Tom!“, rief sie. „Oh, Tom, bitte verzeih mir!“ Sie sauste auf ihn zu und wartete dann direkt vor ihm ängstlich, wie er sich verhalten würde.
Tom schloss sie in seine Arme. Sie küsste ihn leidenschaftlich. Minutenlang standen sie eng umschlungen vor dem Lift.
Alle anderen gingen mit großen Augen an dem Liebespaar vorüber. Nur Müller-Felsrodt und sein Kollege Kevin Köhler blieben in einigen Metern Entfernung stehen und bewachten die beiden.
„Edwart wartet“, flüsterte Snyders ihrem Geliebten ins Or. Vorsichtig löste sie sich von ihm und nickte Köhler zu.
Im Lift fuhren die vier ins Erdgeschoss. Draußen auf dem Parkplatz wartete ein gepanzerter Daimler. Um ihn herum standen vier schwerbewaffnete Polizisten in Kampfmontur.
Müller Felsrodt öffnete die rechte hintere Tür: „Sie werden ja sicher nebeneinander sitzen wollen“, mutmaßte er. Snyders stieg ein und rutschte durch, woraufhin Tom neben ihr auf der Rückbank Platz nahm.
Vorn saßen Köhler am Steuer und daneben ein weiterer Polizeibeamter in Zivil. Köhler startete den Motor. Langsam rollte die schwere Limousine vom Parkplatz.
Auf der Panoramastraße heftete sich ein zweites Auto an ihre Fersen. „Das sind die Kollegen Gimmig und Reilstein“, sagte Köhler zu Tom. Die Beifahrerin war eine junge Frau.
Snyders dirigierte den Fahrer mit einem Navi, das sie über Landstraßen und Umwegen nach Nordosten leitete. Außer ihr wusste niemand, wohin die Reise gehen sollte. Bekannt war allen aber, wen sie treffen wollten.
Tom reichte Köhler sein altes KC1 und eichte es: „Hauptkommissar Köhler“. Über dieses Gerät war Müller-Felsrodt stets informiert über den Standort des Autos.
Snyders schmiegte sich an Tom an. Immer wieder küsste sie ihn leidenschaftlich. Seine Finger ertasteten ihre rechte Brustwarze, die aus dem Kleid herausglitt und unter seinen Fingern hart wurde.
Nach etwa drei Stunden machten sie Pause in einem Gasthof. Snyders verschwand in der Toilette, wohin die Polizistin aus dem anderen Auto sie begleitete.
Nach fünf Minuten kamen beide zurück. „IM Nachbarort gibt es einen kleinen Landgasthof“, sagte Snyders. „Da habe ich Zimmer reserviert für uns.“

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