America first: Trump macht Versprechen wahr und Firmen froh

23 Dez

„America first!“ Donald Trump hält, was er verspricht: Als erste Demokratie der Welt werden die USA innerhalb einer einzigen Amtszeit von der Weltmacht in die Bedeutungslosigkeit und den Bankrott abrutschen.
Seine Steuerreform hat Trump jetzt durchgesetzt. Mit geschwellter Brust feiert er seinen Sieg. Er hat versprochen und geliefert.
Das war wirklich ein feines Weihnachtsgeschenk. Auspackensollte man es vielleicht aber besser erst später. Die rosa Schleife auf dem blauen Päckchen ist schließlich zu schön. Andächtig stehen die Republikaner am Gabentisch. Ihre Augen leuchten vor Glück.
Trumps Wähler jubeln. Sie müssen jetzt nicht mehr ganz so viel Steuern bezahlen. 50 bis 100 Dollar Ersparnis im Jahr wären da durchaus drin.
Die Reichen jubeln. Der Spitzensteuersatz sinkt und sie müssen nunnicht mehr ganz so viele Reisen nach Panama oder in andere Steueroasen unternehmen, um ihr Geld vor dem Fiskus zu verstecken.
Die Unternehmer jubeln. Die Körperschaftssteuer sinkt von bisher 35 auf nunmehr 21 Prozent.
Daimler spart dadurch in den USA 1,7 Milliarden Dollar Steuern pro Jahr. Porsche rechnet mit einer Steuerersparnis von 950 Millionen bis 1,5 Milliarden. Andere deutsche Unternehmen geben dreistellige Millionenbeträge an.
Selbst wenn ein gewisser Teil der eingesparten Steuern nun reinvestiert wird, entfallen auch darauf nur 21 Prozent Körperschaftssteuer. Unter dem Strich nimmt der nordamerikanische Staat wohl weniger ein.
Angesichts Tausender Firmen werden die Steuereinnahmen der USA um hohe Milliardenbeträge sinken. Damit hat Trump einen ruinösen Wettbewerb in Gang gesetzt, der auch anderswo schon Begehrlichkeiten weckt. Die Unternehmer in Deutschland fordern nun auch eine Senkung der Steuersätze, damit „der Standort konkurrenzfähig“ bleibt.
Gerade erst hat der Bund der Steuerzahler seine Schuldenuhr von einem kontinuierlichen Anstieg der Verschuldung auf eine sinkende Schuldenlast umgestellt. Doch die Wirtschaftsliberalen forderten ja schon seit Langem den „schlanken Staat“. Eine Abmagerungskur für die Anderen ist eben immer gut, wenn sie mit eigenen Zuwächsen verbunden ist.
Die – durch das neue Steuerrecht noch zunehmende – gigantische Schuldenlast der USA müsste indes die Rating-Agenturen auf den Plan rufen. Sie müssten das – ohnehin viel zu hoch eingestufte – Rating der bereits überschuldeten Nation nun auf „Ramsch“-Niveau absenken.
Das freilich werden sie wohl kaum tun. Schließlich sitzen diese Rating-Agenturen ja fast alle in den USA. So sind auch sie Nutznießer der neuen Steuergesetze.
„America First!“ Die USA brauchen dringend einen anderen Präsidenten. Das schwanzgesteuerte Großmaul ohne Kleinhirn konnte nur ins Oval Office gelangen wegen des merkwürdigen Wahlsystems mit Mehrheitswahl und zwischengeschalteten Wahlmännern.
Die USA brauchen ein anderes Wahlrecht. Wahrscheinlich brauchen sie aber auch andere Wähler.
Aber vielleicht arbeitet Trump ja auch schon daran. Wenn er auch im Konflikt mit Nordkorea seine Ankündigungen wahrmacht, dann könnte das am Ende auch die männlichen weißen Wähler im Land der unbegrenzten Beschränktheit Kopf und Kragen kosten.

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