Union droht Flüchtlingen: Mit rassismus gegen Antisemitismus

6 Jan

Antisemitische Flüchtlinge will die Union konsequent abschieben. Als Juden müsste mich das eigentlich freuen. Tut es aber nicht!
Vielmehr versetzen micht diese Ankündigungen von CDU und CSU in Sorge. Auf mich erwecken sie nämlich den Eindruck, die Union suche nur einen weiteren Grund für eine weitere Demonstration ihrer harten Gangart gegen Geflüchtete. Die Bekämpfung von Antisemitismus wäre dabei dann nur ein Vorwand für praktizierten Rassismus.
Antisemitismus bekämpft man nicht mit Abschiebungen. Damit schiebt man ihn nur irgendwohin ab.
Antisemitismus bekämpft man durch Aufklärung. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Sie ist Ausdruck mangelnden Respekts gegenüber allen Menschen ohne Ansehen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität.
Insofern ist Antisemitismus eine – historisch besonders grausam ausgeartete – Form von Rassismus. Rassismus mit Rassismus zu bekämpfen, ist aber nichts Anderes als eine neue Erscheinungsform faschistoiderDenkmuster.
Die Unionsparteien sollten sich deshalb hüten, weiter an der Spirale ihrer Drohungen gegen Flüchtlinge zu drehen. Mit diesen Drohungen gießen sie nur Wasser auf die Mühlen rechtspopulistischer und faschistischer Gruppen sowie der AfD. Letztlich outen sie sich selbst damit als Rassisten oder zumindest skrupellose Unterstützer rassistischer Positionen zum eigenen Machterhalt.

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