Drohende Gefahr nicht nur in Bayern: Lange Schlange beim Bäcker

19 Mai

Samstags muss ich meistens schlangestehen. Beim Bäcker dauert es besonders lange. Wer da nicht so alles vor mir steht!
Gelindner gesagt, stehen da lauter merkwürdige Gestalten, vor denen ich am liebsten flüchten möchte: Da stehen Skinheads mit einer Rune auf dem Shirt und ein einstmals hessischer Greis aus dem Gauland. Vor allem aber steht da ein lieber aalglatter Parteivorschwätzer, der sich vor illegalen Ausländern in der Bäckerschlange fürchtet.
Die Abkürzung „FDP“ heißt dann wohl so viel wie „vielleicht terroristische Bäcker“. Irgendwas stimmt dabei allerdings nicht, aber was?
Seit wann stehen Terroristen denn eigentlich Schlange? Ich dachte immer, die sprengen sich den Weg frei und alle anderen ringsum in die Luft. Anständige Terroristen lassen mich daran zweifeln, ob sie überhaupt Terroristen sind.
„Gefährder“ sind wohl auch eher diejenigen, die in jeder Bäckerschlange Terroristen ausmachen und die „drohende Gefahr“ schon im Vorfeld mit Stumpf und Stiel ausrotten möchten: Sie gefährden meine Freiheit und die Demokratie in Deutschland.
Ach ja, „Freiheit“ stand früher mal für das „F“ dieser Partei, deren Vorsitzender jetzt rassistisch rumschwätzt. Die AfDisierung der Politik greift in diesem unwürdig merkwürdigen Deutschland immer weiter um sich. Rechtspopulisten aller Parteien arbbeiten an Polizeigesetzen und der nötigen Panikmache, um sie auch durchzusetzen.
Die Schlange in der Bäckerei ist da nur ein Beispiel. Drohende Gefahr gibt es in Bayern zuhauf und Trojaner haben sich längst weit über das antike Griechenland hinaus in die Hirne der Law-and-Order-Politiker verbreitet. Gefahr droht nicht nur dem Rechtsstaat, sondern auch all denen, die sich ihr demokratisches Rückgrat noch bewahrt haben.

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