Ich, ich, ich: Mayday, Hilfe, Seenot, Rettung!

13 Jul

Weg da, Hier komme ich! Ich bin der Größte und habe den größten.
Mein Land kommt zuallererst. Andere Länder haben nichts zu melden neben meinem Land. Wenn sie Glück haben, mache ich vielleicht einen Deal mit ihnen.
„America first“, sagt Donald Trump. „Bayern zuerst“, stimmen Markus Söder und Horst Seehofer mit ein. Auch Italien und Österreich singen – ebenso wie Ungarn, Polen, Rumänien und Großbritannien – die Hymne „Kein schöner Land in dieser Zeit als wie das unsre weit und breit.“
Internationale Verträge sind nichts wert. Multilaterale Organisationen haben nichts zu melden. „Ich, ich, ich“, heißt die Devise der egomanischen Politiker mit dem übersteigerten Durchsetzungsdrang.
Jahrzehntelang hat der Neoliberalismus diese Devise den Menschen eingehämmert: Gesetze und Regeln sind schlecht. Der Stärkere setzt sich am Ende durch.
„Markt“ hatten sie das genannt. Nun schlägt diese „Marktmacht“ martialisch zu: Der mafiöse Immobilienspekulant greift nach der Vormacht in der welt.
Die NATO ist tot. Der Welthandel ist am Ende. Internationale Organisationen gehen an Geldmangel und Bedeutungsverlust ein.
Aber die Wirtschaft hat das alles so gewollt. Wer hat denn diese Rechtspopulisten hofiert und finanziert wenn nicht die Deutsche Bank oder andere Unternehmen?
Derweil reibt sich Vladimir Putin die Hände. Noch nie waren die USA und die EU so schwach wie heute. Trump und Konsorten in Europa verschaffen dem Herrn im Kreml reichlich fette Beute.

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