Maaßen hat Rechts: Verfassungsschutz beinhaltet Desinformation

12 Sep

Die heftige Kritik an Hans-Georg Maaßen ist unrechts. Der rechts schaffende Präsident des Bundesamts für Verfassungsschmutz hat doch nur vor Desinformation gewarnt. Das ist die ureigene Aufgabe seines Geheimdiensts.
Desinformation gehört zur nachrichtendienstlichen Arbeit ebenso selbstverständlich wie das Einschleusen von V-Leuten. Also war klar, dass Maaßen die Authentizität eines Videos in Frage stellen musste, auf dem eine Hetzjagd zu sehen war. Hetzjagden gegen Geflüchtetete hat es laut seiner Lesart in Chemnitz nicht gegeben.
Diese Aussage war Maaßen seinen Freunden von der AfD schuldig. Mehrmals hatte er sich mit Alexander Gauland, Frauke Petry und anderen Führungsoffizieren der AfD getroffen. Diese Kontakte musste Maaßen doch schützen!
Auch seine Quellen im Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri und die V-Leute im Umfeld des NSU musste der Verfassungsschutz geheimhalten. Wozu schließlich ist er ein Geheimdienst?
Außerdem heißt dieser Inlandsgeheimdienst ja Verfassungsschutz, weil er den Schutz aller Politiker vor der Verfassung beansprucht. Verfassungstreue versteht er als die treudoofe Beteuerung, seine Beschäftigten schützten die Verfassung. Jeder, der ihnen missfällt, zeichnet sich allein schon deswegen durch mangelnde Verfassungsschutztreue aus.
Horst Seehofer hält seine schützende Hand über Maaßen so wie Volker Bouffier über Andreas Temme. Verfassungsschutz besteht eben auch darin, dass die Vorgesetzten die Verfassung ihrer rechts wackeren Untergebenen schützen. Zumindest bei Seehofer und Maaßen ist das ja rechts offensichtlich auch eine Gemeinschaft im rechten Geiste der Diskreditierung von Geflüchteten.

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