Asyl, Bierdeckel, CDU: Das populistische ABC des Friedrich Merz

22 Nov

Die CDU sucht einen neuen Vorsitzenden. Friedrich Merz sucht einen neuen Job. Dem Konrad-Adenauer-Haus droht nun eine Heuschreckenplage.
Merz ist ein rechter Populist. Seine List von der Steuererklärung auf dem Bierdeckel musste er niemals verwirklichen. Das hätte er auch gar nicht gekonnt.
Nun aber brüstet er sich erneut mit seinen Erfahrungen aus der Wirtschaft. Als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Blackrock-Konzerntochter hat er Erfahrung damit, wie man ein Millionengehalt einstreicht und mit dem Vorwurf umgeht, von krummen Cum-Ex-Geschäften profitiert zu habben. Die Finanzverwalter kennen sich auch aus mit Luxussanierungen und dem Raussetzen weniger zahlungskräftiger Mieter.
Merz möchte nun endlich das Asylrecht aus dem Grundgesetz streichen. Dafür kriegt er bei angstgeleiteten Konservativen in Thürigen durchaus Applaus. Ihnen ist schließlich nicht bekannt, dass kaum mehr als 1 Prozent aller Asylbewerber in Deutschland Politisches Asyl nach dem Grundgesetzartikel 16a bekommt, während die allermeisten nur „subsidiären Schutz“ erhalten.
Solche Fakten sind dem Verfassungsfeind Merz auch egal. „Zahlen“ ist für ihn kein Plural eines Substantivs, sondern der Imperativ eines Verbs zur Erhöhung seines eigenen Reichtums.
In einem Punkt könnte der großmäulige Großverdiener aus dem Sauerland allerdings Recht behalten: Auf einer der CDU-Regionalkonferenzen hatte er versprochen, die AfD zu halbieren. Im Fahll einer Wahl zum Parteivorsitzenden könnte ihm das durchaus gelingen, allerdings nicht mit der AfD, sondern mit der CDU.

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