Am Ende des Tages erntet die AfD den Hass, den sie selber gesät hat. Aber Gewalt ist nie akzeptabel

8 Jan

Drei vermummte Männer haben den Bremer AfD-Landesvorsitzenden Frank Magnitz am Montag überfallen und schwer verletzt. Der Bundestagsabgeordnete war auf dem Heimweg von einem Neujahrsempfang.
Die Angreifer kamen von hinten. Nach einem Schlag auf den Kopf verlor Magnitz das Bewusstsein. Der Staatsschutz der Bremer Polizei geht bei seinen Ermittlungen von einer politisch motivierten Straftat aus.
Entsetzen über die Gewalttat herrscht nicht nur bei der AfD. Vertreter aller Bundestagsparteien äußerten sich schockiert. Einhellig verurteilten alle den Angriff auf Magnitz und bekräftigten, dass Gewalt niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein dürfe.
Sollten die Angreifer den – wegen seiner Nähe zur „Identitären Bewegung“ gerechneten – Politiker mit dem Angriff ernsthaft haben verletzen wollen, so wäre das ein Tiefpunkt der politischen Auseinandersetzung, der genau jene Spirale der verbalen Aufrüstung nach oben schraubt, die bislang häufig von Vertretern der AfD ausging. Nunmehr kann sich diese Partei als Opfer darstellen und Hass als Mittel der Ausgrenzung ihrer Positionen kritisieren. Der „Schuss“ wäre damit also nach hinten losgegangen.
Wer Faschismus ernsthaft kritisiert, muss wissen, dass man darunter in erster Linie die Entmenschlichung des politischen Gegners oder missliebiger gesellschaftlicher, ethnischer oder anderer Gruppen versteht. Damit wären die Angreifer, selbst wenn sie sich als „Antifaschisten“ bezeichnen sollten, im Endergebnis also Faschisten gewesen.

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