Am Ende des Tages will die coole Kohlekommission den Kohleausstieg mit Kohle erkaufen.

26 Jan

„Wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis!“ Dieses altbewährte Motto hat die Bundesregierung mit ihrer „Kohlekommission“ wieder einmal umgesetzt.
Herausgekommen ist viel heiße Luft. Dabei sollte die Kommission doch gerade die verhindern!
Doch wenn Vertreter von Umweltverbänden, Landesregierungen und Industrie zusammensitzen, müssen Kompromisse einfach zum Himmel stinken. Das haben sie dann mit den Abgasen gemeinsam, wie die Kommission eigentlich verringern sollte.
2038 soll endlich Schluss sein mit der Verstromung von Braunkohle. Das sind fast noch 20 Jahre, in denen das Klima weiter angeheizt wird. Wirksamer Klimaschutz ist das nicht gerade!
Wenigstens ein Teil der Klimabelastung soll schon früher verringert werden. Bis 2022 sollen nennenswerte Mengen an Strom nicht mehr aus Kohle erzeugt werden. Das wäre wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
2032 soll dann überprüft werden, ob mit dem Strom aus Kohle nicht schon 2035 Schluss sein kann. Wer weiß, wer dann noch gesund genug ist, das zu entscheiden?
Der Hambacher Forst soll bleiben. Das wenigstens ist ein klares Votum der Kommission gegen den Raubbau an Natur und Umwelt. Leider ist es aber nahezu das einzige, das deutlich öffentlich gemacht wurde.
Für den Ausstieg aus der Kohle sollen die Energiekonzerne reichlich Kohle kriegen. Auch die Regionen, wo derzeit noch Braunkohle abgebaut wird, sollen mit Kohle entschädigt werden. Den Strompreis schließlich soll die Regierung auch mit 2 Milliarden Euro jährlich stabil halten.
„Kohle statt Kohle“, heißt deshalb wohl die Devise der Kohlekommission. Ihren Namen hat sie sich so sehr redlich verdient.
Zudem verhilft sie den Menschen möglicherweise zu der Erkenntnis, warum die „Grillkohle“ ihren Namen trägt: Wenn die nächsten Sommer wieder so werden wie der letzte, dann wird der langsame Ausstieg aus dem Kohletagbau dazu beitragen, dass die Menschen im Sommer ordentlich gegrillt werden. Offenbar sind einige in dieser Kommission Fans des bekannten Hollywood-Klassikers „Manche mögen´s heiß“.

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