Am Ende des Tages haben die Rechten Recht und der Lungenarzt von Josef Göbbels heilt immer noch.

29 Jan

Die modernen Schweinehirten treiben mediale Säue durch´s Dorf. Neudeutsch nennt man ihr Handwerk „Framing“.
Eifrig von ihren Freunden Viktor Orban und Stephen Banon gelernt hat diese Methode die AfD. Schon mit ihrem Namen „Alternative“ für Deutschland setzt die Partei auf das positive Image der grün-alternativen Bewegung, die sie zugleich als „links versifft“ beschimpft. Mit gezielten Tabubrüchen und anschließenden Distanzierungen stilisiert sie sich immer wieder selber zum Opfer angeblich mächtiger Medien und einer tränenreich bejammerten „Ausgrenzung“ durch Politiker.
Noch am Üben ist die deutsche Automobilindustrie. Während der Angriff der CDU auf die Deutsche Umwelthilfe (DUH) noch etwas unbeholfen wirkte, ist das anschließende Ablenkungsmanöver mit Hilfe von 112 angeblichen Lungenfachärzten – darunter zwei „Experten“ aus der Motorenentwicklung –
schon deutlich besser gelungen. Ziel beider Aktionen war, von der Verantwortung der betrügerischen Autoindustrie für die dreckige Luft in Deutschland abzulenken.
Natürlich haben die Automobilmanager mit beiden Aktionen rein gar nichts zu tun. Ihr Gewissen ist da ebenso rein wie die Abgase, die aus ihren Dieselmotoren rauskommen.
„Framing“ nennt man die Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses in eine bestimmte Richtung, die von anderen Debatten ablenkt. Dass Flüchtlinge immer öfter mit Kriminalität verbunden werden, während AfD-Politiker sich trotz mannigfacher Verstrickung führender Parteivertreter in kriminelle Aktivitäten immer noch als Verfechter von „Recht und Ordnung“ guerieren, ist Ergebnis eines solchen Framings. Leider wirkt rechte Propaganda auch 74 Jahre nach dem Tod des Reichspropagandaministers Josef Göbbels immer noch.

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: