Am Ende des Tages zählt nur Scheuers „Menschenverstand“ und die pure Raserei.

30 Jan

Andreas Scheuer weiß Bescheid: Feinstaub ist fein. Tempolimits sind Teufelswerk.
Das sagt ihm sein „Menschenverstand“. Scheuer versteht sehr gut, was die Autolobby will. Schließlich ist er ja nicht beschränkt.
Auch die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn darf nicht beschränkt sein. Freie Fahrt für freie Würger! Bahn frei für den Volkssport der ungebremsten Raserei!
Der Diesel muss überallhin kommen können. Innenstädte müssen vom Diktat autofeindlicher Verwaltungsgerichte und einer missionarischen Umwelthilfe befreit werden.
Die DBAG hingegen muss teuerer werden. Das ist nur recht und billig. Wie sonst sollte die arme Autoindustrie ihre Dreckschleudern noch loswerden können!
Schummeln hilft ja leider nicht mehr. Dummerweise ist das ja rausgekommen. Nun muss Scheur sehen, wie die Autoindustrie da wieder rauskommt.
Bezahlen für den Betrug will und kann sie ja nicht. Dann ginge sie möglicherweise ja pleite!
Deswegen muss eben die Umwelt zahlen. Schließlich heißt sie ja „Umwelt“, weil dise Welt um die Autobahnen herum liegt. Sie dient ja nur dazu, dass die Autofahrer beim Vorbeirasen was Schönes zu sehen bekommen.
Die Gesundheit ist auch nicht so wichtig wie die vielen Arbeitsplätze in den Automobilfabriken. Ohnehin haben die Lungenärzte ja gesagt, dass der Feinstaub nicht schlimm ist.
Zwei von den vier Verfassern dieser Erklärung waren zwar Techniker und mit der Autoindustrie verbandelt, aber die anderen zwei waren wirklich Ärzte. Außerdem haben ja noch über 100 weitere Lungenärzte unterschrieben. So kann Scheuer nun gegen diese Grenzwerte zu Feld ziehen und sich im Recht fühlen.
Dass gut 3.800 andere Lungenärzte anderer Auffassung sind, kümmert ihn nicht. Für Scheuer ist nur wichtig, dass er sichmit der Autolobby versteht. Dass die sich dafür irgendwann mal erkenntlich zeigen wird, versteht sich von selbst.

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