Am Ende des Tages ist unsere Sendung immer hart an der Grenze des Erlaubten, aber fair zu Faschisten.

24 Feb

Unsere Sendung heißt „Hart aber fair“. Das wir hart sind, ist unbestritten. Fair sind wir aber auch.
Allerdings sind wir vor allem fair zu Faschisten. Diese armen Zeitgenossen haben es schließlich schwer genug. Einfach ist es ganz bestimmt nicht, in einer viel früheren Zeit zu leben und mit der veränderten Gegenwart klarzukommen.
Was heißt auch schon „fair“? Fair ist jedenfalls nicht, wie diese ganzen linken Ratten und Schmeißfliegen auf uns eindreschen.
Als gute Deutsche wollen wir doch nur auf gut Deutsch darüber reden, wie diese faulen stinkenden Ausländer unser geliebtes Land überfremden. Von diesen Flüchtlingen gibt es einfach zu viele hier.
Außerdem sehen die unsere Sendung sowieso nicht. Unsere Sendung macht Quote mit Hetztiraden auf Fremde und Flüchtlinge. Das mögen vor allem die Zuschauer im Osten.
Den Ossis liefern wir einen behaglichen Wohlfühlfaktor ins Wohnzimmer. Wenn Frank Plasberg auf der Mattscheibe auftaucht, dann kommt kein Kanake mehr zu Wort. Dann können sie sich ermattet im Fernsehsessel zurücklehnen und auf die Flüchtlinge schimpfen, die ihnen Arbeit und Frauen wegnehmen.
Eine Frau haben diese Dumpfbacken nämlich ebensowenig wie Arbeit. Arbeit wollen sie selber nicht und Frauen kriegen sie einfach nicht. Welche einigermaßen intelligente Frau will auch solche Typen wie die?
Deswegen müssen wir ran. Hart, aber fair sorgen wir dafür, dass diese Looser sich wohlfühlen, womit wir Quote und Aufmerksamkeit gewinnen. Die ARD-Finanzierungs-Diskreditierer von der AfD danken es uns ganz bestimmt.

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