Am Ende des Tages sind Enteignungen nur die halbe Miete.

7 Apr

In Berlin wollen einige die großen Wohnbaugesellschaften enteignen. Das ist ein kapitaler Angriff auf den kannibalischen Kapitalismus.
Wer seine Miete nicht zahlt, der wird rausgeworfen. Um für den nötigen Wechsel bei der Bewohnerschaft zu sorgen, muss möglichst oft einer dran glauben. Deswegen werden die Mieten laufend erhöht.
Somit erhöhen hohe Mieten nicht nur die Rendite, sondern auch die Fluktuation Heutzutage wird doch Flexibilität und Mobilität bis ins hohe Alter gefordert. Mieterhöhungen helfen dabei, Menschen mobil zu halten.
Wenn einzelne dann auf der Straße leben, ist das auch kein Beinbruch. Die notwendige Vrkehrswende schafft dort langfristig Raum für mehr Obdachlose. Obdachlosigkeit ist die Wohnform der Zukunft.
Die großen privaten Wohnungsgesellschaften sind die Branche der Zukunft. Wer heute in diese kapitalen Kapitalgesellschaften investiert, wird morgen allerhöchste Renditen ernten. So funktioniert der Markt eben.
„Freie Marktwirtschaft“ heißt letztlich nichts anderes, als mit Hilfe der höchstmöglichen am Markt durchsetzbaren MNieten immer wieder wohnungen frei zu machen und deren Mieter freizusetzen. Freie Marktwirtschaft heißt auch, dass die Leute dann in größtmöglicher Freiheit unter freiem Himmel leben. Das ist doch ein guter Ansatz, um die Zukunft zu einem besseren Pflaster für Investoren zu machen.
„Freiheit ist nur ein anderes Wort für: Nichts zu verlieren haben“, heißt es in einem berühmten Song aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Deswegen haben Kommunisten in dieser Wirtschaft auch nichts verloren. Wer Investoren enteignet, schafft damit keine einzige neue Wohnung.
Wer Diebe einsperrt, schafft damit auch keine neuen Reichtümer. Wer Mörder einsperrt, gibt damit niemandem sein Leben zurück. Deswegen muss Kriminalität bekämpft werden, indem man sie dem neoliberalen Markt und seinen radikalen Ideologen überlässt, die bei Abgaswerten tricksen und nach Herzenslust lügen und betrügen.

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: