Am Ende des Tages gelingt vielen die Zeitreise ohne größere Anstrengung.

3 Mai

Früher gab´s so was nur in Science-Fiction-Filmen oder Romanen. Inzwischen aber können viele Menschen ohne größeren Aufwand eine Zeitreise erleben.
Die Reise in die Vergangenheit ist am 1. Mai in Plauen großartig gelungen. Nazis marschierten in Uniformen mit Fackeln durch die Stadt und versetzten die Bevölkerung in die Zeit der 30er und frühen 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Die Reise in die Zukunft haben die Chinesen am besten drauf. „Big Brother is watching You“ quäken deren Computer und Videokameras aber auf chinesisch. Doch das gehört zur Zukunft ja dazu, dass wir bald alle mit unserem Latein am Ende sind und Chinesisch lernen müssen.
Wenn die Wissenschaftler nun fragen, wie das mit der Zeitreise gelingt, dann gibt es darauf nur eine Antwort: Die Bevölkerung muss man so lange vor Bildschirmen einlullen und einschläfern, bis sie den Hinternnicht mehr hochkriegt. Dann braucht man noch ein paar neoliberale Parolen vom „Markt“, der „Alles richtet“; und schließlich kann man die meisten mit populistischen parolen von „Deutschland, Deutschland über Alles“ bis „Deutschland den Deutschen“ oder Ähnlichem begeistern, weil sie ja nichts wirklich Begeisterndes mehr kennen.

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