Am Ende des Tages ist Kevin Künert ein kühner Kommunist.

9 Mai

Die Deutschen haben vielleicht Probleme: Wenn Einer „enteignen“ sagt, schreien sie lauthals auf. Wenn Tausende ertrinken, herrscht Totenstille.
Tagtäglich werden Tausende enteignet: Tausende werden ihrer Gesundheit beraubt und ihrer Zukunft. Tausende zahlen überhöhte Mieten für Bruchbuden oder überhöhte Preise für lebensnotwendige Medikamente.
Jedes Jahr enteignen Großkonzerne ihr Personal und ihre Kundschaft: Aktionäre ziehen Divenden aus dem Betriebskapital ab, die nicht sie verdient haben, sondern ihr Personal oder ihre Kundschaft. Jedes Jahr verkürzen zahlreiche Millionäre ihre Steuern und enteignen so die ehrliche Bevölkerung.
„Schummeln“ bei Abgasen ist ein Kavaliersdelikt. Ehrlich über Enteignungen zu diskutieren, ist ein Staatsverbrechen. Das ist doch „Kommunismus“, schimpfen die Kritiker des Kevin Künert erbost.
Dass „Kommunismus“ ein Schimpfwort ist, haben einerseits die Regenten der Sowjetunion und ihrer Vasallenstaaten bewirkt, andererseits aber auch der Antikommunismus eines Joseph McCarthy. Dabei wäre „Kommunismus“ im wahrsten Sinne des Wortes, wie Karl Marx ihn verstand, so etwas wie das himmlische Paradies auf Erden. Aber ein Paradies einzufordern, das geht dann doch wirklich zuweit!

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