Am Ende des Tages ist die Europawahl in einer Woche schon vorüber.

19 Mai

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In einer woche ist die Europawahl in Deutschland vorüber. Die Leute haben ihr Kreuz gemacht und haben dann wieder ihr Kreuz mit den Politikern.
Vor der Wahl versprechen sie Vieles. Die Vorsilbe „ver“ lässt aber erahnen, dass das vielleicht nur ein Versehen sein könnte und sie es nach der Wahl wieder mal nicht so meinen, wie sie es vorher gesagt haben. Aber noch ist ja „vor der Europawahl“.
Dennoch tun einige schon einiges, um sich unwählbar zu machen. Katharina Barley beweist in dieser Disziplin ein besonders großes Talent. Von Uploadfiltern bis zu Verschärfungen des Asylrechts schafft sie es, ihre alte Tante SPD als die Partei des ewigen zaudernden „Jein“ dastehen zu lassen.
Manfred Weber ist ja ohnehin nur mit Mühe noch mal davongekommen. Beinahe hätte er mit Viktor Orban Wahlkampf machen müssen. Das wäre ihm dann aber bei aller Liebe zu den Rechten doch nicht recht.
Am Ende müssen die Wahlberechtigten sich dazu durchringen, ihr Kreuz an die passende Stelle auf dem riesigen Wahlzettel zu machen. Vielleicht sollten sie dabei ans Mittelmeer denken und die Tausenden von Kreuzen, die dort nicht stehen, die aber eigentlich dort stehen müssten. Die Festung Europa ist kein geeigneter Ort für Festtagsreden.
In diesem Sinne kreuzen hoffentlich viele Wahlberechtigte in ihrem Wahllokal auf und machen ihr Kreuz dort, wo nicht „Mord“ draufstehen müsste, sondern „Menschlichkeit“. Sonst wären die viel geprisenen „europäischen Werte“ wohl sehr schnell am Allerwertesten.

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