Am Ende des Tages macht Alkohol den Weg frei zur Demokratie in Österreich.

22 Mai

Manche Menschen macht Alkohol gesprächig. Heinz-Christian Strach redet aber auch ohne schon mehr als genug. Doch im Suff plaudert er auf Ibiza all seine Methoden zum Erhalt und zur Gewinnung von Macht aus.
Die FPÖ nennt sich „Freiheitliche Partei Österreichs“. In Wahrheit ist sie aber nicht der Alpenrepublik verpflichtet, sondern offenbar eher dem Geld und russischen Oligarchen. Österreich betrachtet sie als ihr Eigentum, das sie nach Belieben ausnimmt wie eine Weihnachtsgans.
„Freiheitlich“ meint vermutlich, dass sich die Parteigranden alle beliebigen Freiheiten herausnehmen und zugleich die Freiheit aller Andersdenkenden einschränken. „Pressefreiheit“ bedeutet für die FPÖ, dass sie die Freiheit kritischer Moderatoren unter Druck setzt und heftige Erpressungsversuche selbst vor laufender Kamera unternimmt. Dummerweise war Armin Wolf aber kein dummes Schaf, das vor den bissigen Kettenhunden der FPÖ zurückgewichen wäre.
„Partei“ ist das passende Wort für eine Einordnung im politischen Bereich mit einer Gegnerschaft zu anderen Parteien. Für die FPÖ sind sie Feinde. Ihre „Ordnung“ findet die FPÖ am äußersten rechten Rand.
Nun versucht die FPÖ, den „Verräter“ Sebastian Kurz zu Fall zu bringen. Der österreichische Bundeskanzler hat Strache und Herbert Kickl fallengelassen. Nun wird die FPÖ ihn für diesen Verrat bestrafen und ebenfalls zu Fall bringen.
Kurz gesagt, ist Kurz ein Machtmensch. Er hat sich so weit nach rechts verbeugt, dass er längst das Gleichgewicht verloren hat und nun zu fallen droht. Wenn aber die SPÖ nachhilft beim Kanzlersturz, dann betreibt sie nicht nur gemeinsame Sache mit der FPÖ, sondern auch Machtpolitik der allerbiligsten Art.
Am Beispiel Österreichs kann man sehr gut erkennen, wie verkommen die Politik ist, wenn sie sich Rechtspopulisten nicht entschieden entgegenstellt. Die Vorgänge seien auch eine Warnung an die CDU und die CSU, in Deutschland und seinen Bundesländern oder Kommunalparlamenten weder mit der AfD zu koalieren, noch ihre menschenverachtende Politik der Ausgrenzung und Hetze, des Fremdenhasses und Rassismus, der Überwachung und Gewalt aufzugreifen. Rechtspopulisten wollen schließlich nur Macht, um sie am Ende selber für ihre eigene Bereicherung zu missbrauchen.

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