Am Ende des Tages herrscht in China seit 30 Jahren himmlischer Frieden für die Partei.

4 Jun

Vor 30 Jahren wurde der Volksaufstand auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ in Peking niedergeschlagen. Die Zahl der Toten schweigt das Regime in China bis heute tot.
Mindestens 200 – vielleicht aber auch weit mehr als 1.000 – Menschen wurden brutal ermordet. Ein weiteres Opfer der Mächtigen in China war danach auch die Wahrheit. Nachrichten über das mörderische Massaker werden in China systematisch unterdrückt und zensiert.
Immer ausgefeiltere Technologien helfen der Machtclique in China bei der Unterdrückung der Bevölkerung. Ein „Scoring“-System bewertet ihr Verhalten und teilt ihnen bei entsprechender Regimetreue bessere und anderenfalls schlechtere Lebenschancen bis hin zur Verweigerung von Ausreisepapieren zu. Videoüberwachung ist in China allgegenwärtig.
All das kennen wir in unserem demokratischen Deutschland überhaupt nicht. Überwachung gibt es hier absolut nicht. Geheimdienste sind hier natürlich immer nur gegen üble Verbrecher aktiv und nie gegen kritische Geister.
Der Verfassungsschutz schützt unsere Verfassung. Das tut er rechts effektiv. Seine Methoden sind mit denen in China natürlich überhaupt nicht zu vergleichen.
Der Platz, wo Panzer die aufbegehrenden Menschen überrollten, heißt „Platz des himmlischen Friedens“. Dabei glauben die Chinesen doch gar nicht daran, dass Menschen nach ihrem Tod in den Himmel kommen und dort Frieden finden. Aber die Grabesstille seit dem Massaker ist für die Mächtigen in Peking wohl wirklich ein himmlischer Frieden.

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