Am Ende des Tages ist das schöne Haus gänzlich abgebrannt.

7 Jul

Das Haus brennt. Der Hauseigentümer steht davor und diskutiert mit der Feuerwehr.
„Wenn Sie jetzt Wasser auf das Gebäude spritzen, dann leidet meine wertvolle Gemäldesammlung“, erklärt der Hausherr. „Wir können die Bilder aber nicht mehr retten, weil das Betreten des Hauses zu gefährlich wäre“, erwidert der Brandmeister. „Also: Wasser Marsch!“
Ein Gewerkschafter erhebt die Stimme: „Erst müssen wir dafür sorgen, dass der Hausmeister eine andere Stelle findet. Sonst würde der arme mann ja arbeitslos.“
Der Hausherr möchte außerdem den Fußboden mit Folien auslegen, damit das Löschwasser keine Schäden anrichtet. „Wasser, Marsch“, ruft der Brandmeister entnervt. „Der Dachstuhl brennt schon lichterloh.“
Der Hauseigentümer ruft die Feuerversicherung an. Der Hausmeister jammert, dass er seinen Job verliert. Die Feuerwehrleute gehen endlich ans Werk. Irgendwo im Haus schreit ein Kind: „Hilfe! Holt mich hier raus!“
„Hätten Sie sofort mit dem Löschen angefangen, hätten Sie das Kind, das Haus, die Gemäldesammlung und den wertvollen Fußboden noch retten können“, meint hinterher der Sachverständige von der Versicherung. „Aber man hat uns ja zu lange mit Diskussionen aufgehalten“, beschwert sich der Brandmeister. „Die große Koalition der Besserwisser will ja lieber die Eigentümer schützen als Menschen und Natur.“
Die Gewerkschaft der Totengräber reibbt sich die Hände. Seit der heftigen Hitze gibt es in diesem Gewerbe genug Arbeit für alle.

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