Am Ende des Tages muss AKK brav folgen.

17 Jul

Die EU hat vdL in Kommission genommen. AKK muss ihr nun brav auf den Schleudersitz im BMVg folgen.
Die Europäische Union kann ohne „Kanonen-Uschi“ kaum auskommen. Allerdings hat die bisherige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit 383 gegen 327 Stimmen im Europaparlament nur eine dünne Mehrheit bekommen. Schließlich war sie weder eine „Spitze“-Kandidatin noch eine Spitzenkandidatin.
Als Kommissionspräsidentin muss sie nun den Scherbenhaufen zusammenkehren, auf dem sie selber thront. Ob sie dabei nicht vielleicht den Halt verliert, wird sich noch zeigen müssen. Ein gutes Klima findet sie jedenfalls nicht vor in Brüssel, wenn sie am 1. November ihr Amt antritt.
Angela Merkel kann ohne „Kanonen-Uschi“ gut auskommen. Die Kanzlerin hat gerufen; und Annegret Kramp-Karrenbauer folgt. Die Arme muss nun die Armee zähmen, die zwischen Neonazi-Geheimbünden und Seenotrettung im Mittelmeer, zwischen Waldbrandbekämpfung und deren Verursachung, zwischen mangelhafter Ausrüstung und zivilgesellschaftlicher Entrüstung dahinvegetiert.
Ihr Name zumindest verspricht Chancen: Auch wenn „Karrenbauer“ noch keine Flugzeug- oder Schiffskonstrukteure sind, könnten sie vielleicht doch etwas Bewegung in den uniformierten Haufen bringen. AKK muss da aufräumen, wo vdL kläglich gescheitert ist.
Die beiden Frauen eint eine Eigenschaft: Beide wollen mehr, machen dabei aber nicht immer eine gute Figur. Da hilft vdL auch ihre Traumfigur nach sieben Kindern nur wenig.
Am Ende bleibt abzuwarten, wie sich die beiden Frauen machen. Sicherlich werden beide wesentlich skeptischer beäugt werden als Männer in der gleichen Position. Aber das ist ein anderes peinliches Kapitel europäischer Geschichte, die immer noch in neoliberaler Ideologie, rechter Idiotie und rechthaberischem Imperialismus verharrt.

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