Am Ende des Tages ist die Erde ebenso unbewohnbar wie der Mars.

29 Jul

Viele träumen von einem Flug zum Mars. Die mit diesem Plan verbundene Herausforderung, auf einem unwirtlichen Planeten trotz erheblicher Widrigkeiten zu überleben, könnte viel schneller auf die Menschheit zukommen als ursprünglich gedacht.
Der unwirtliche Planet wäre dann allerdings nicht der Mars, sondern die Erde. Laut Gerhard Zwerenz und Rainer Werner Fassbinder ist sie ebenso „unbewohnbar wie der Mond“.
Der Klimawandel macht´s möglich. Die Wälder sterben ab und die Flüsse trocknen aus. Die Pole erhitzen sich und Inseln werden überflutet.
Populistische Potentaten wie Donald Trump und und Jair Bolsonaro oder Boris Johnson tun ein Übriges dazu, das äußere Klima wie auch das des gesellschaftlichen Diskurses anzuheizen. Der Regenwald wird abgeholzt und Kritik an rassistischen Ausfällen der Regierenden niedergemacht. Der Klimawandel sei schließlich nichts anderes als eine boshafte Erfindung linker Panikmacher.
„America first“ könnte dann allerdings auf brutale Weise Wirklichkeit werden: Mit ihrer großkotzigen Drangsalierung aller anderen Länder ziehen die Vereinigten Staaten von Amerika am Ende die vereinigten Strafen der gesamten Welt auf sich. Angesichts ihrer Army als größtem Umweltverschmutzer der Welt haben sie letztlich aber nichts Besseres verdient.
Aber die folgsamen Lemminge laufen den großmäuligen Führern brav hinterher ins Verderben. Die anderen werden von Alexa und Siri belauscht, mit Kameras überwacht und von gewalttätigen Polizisten brutal eingeschüchtert. Extra dafür haben fast alle Länder weitreichende Befugnisse für Polizei und Geheimdienste beschlossen.
Mögen manche Manager und Machthaber insgeheim gehofft haben, die Erde könnte so lange überdauern, bis die Menschheit auf den mars aussiedeln kann, so erweist sich blindes Vertrauen in die Unerschöpflichkeit der Ressourcen und die grenzenlose Gier kapitalistischer Profitmacherei nun als überaus beschränkt. Das Gleichheitsversprechen im Grundgesetz und vielen anderen Verfassungen sollte doch nicht etwa für die Bedingungen menschlichen Lebens auf Erde und Mars gelten?

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