Am Ende des Tages kommen Tüten gar nicht in die Tüte.

6 Sep

Umweltministerin Svenja Schulze hat ein Verbot von Plastiktüten eingetütet. Das kommt aber überhaupt nicht in die Tüte!
Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HdE) tütet schon was von Vertrags- und Vertrauensbruch. Schließlich täten die Händler die Tüten schon jetzt nicht mehr oft verticken. So ticken diese Geschwätzleute halt.
Selbst wenn es gar keine Tüten mehr gäbe, gäbe es immer noch massenhaft Plastik im Meer. Doch je mehr Tüten die Leute nachhause tragen, desto mehr Plastik verstopft Bäche, Flüsse, Gletscher und die Mägen von Walfischen.
Die Kunden haben also keine Wahl, weil es sonst bald keinen Wal mehr gäbe. Die Tüten an der Obsttheke sind vom Verbot übrigens nicht betroffen. Äpfel und Birnen kann die Kundschaft also weiterhin vergleichen und dann selber eintüten.
Schön wäre jedoch, wenn alle selber etwas täten nicht nur gegen Tüten, sondern auch gegen Folien und andere Plastikbehälter. Wünschenswert wäre, wenn Plastik künftig nur noch ein Kunstwerk wäre, was jemand oder eine Frau aus Marmor oder anderem Stein herausmeißelt. Doch manche ziehen sich lieber eine Plastiktüte über den Kopf, als die drohende Naturkatastrophe wahr- und ernstzunehmen.

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