Am Ende des Tages wagen sich die Dieselbetrüger nicht raus aus ihrer Wagenburg.

12 Sep

Das Wort „Wagenburgmentalität“ bekommt eine neue Bedeutung. Der VdA will bei der IAA offenbar keine Kritik hören.
Der Verband der Abgasmanipulateure (VdA) hat den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann nicht zur feierlichen Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) eingeladen Von einer Ausladung könne aber keine Rede sein. Eine Rede von Feldmann sei einfach nicht vorgesehen gewesen.
Eine Rede der Franfurter Oberbürgermeister ist allerdings Tradition bei der IAA. Aber Traditionen gelten nichts in der Autobranche. Ehrlichkeit und ähnliche Traditionen hat die Automobilbranche zugunsten von Lug und Betrug bei ihren Dieselmotoren auf den Haufen geworfen.
„Fridays for Future“ und Fahrradfahrende hingegen kommen zur IAA. Allerdings wollen sie dort demonstrieren gegen Luftverschmutzung und Klimaschäden durch die Abgase umweltfeindlicher Autos.
Den altbackenen Autoherstellern reicht´s allmählich: Erst hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Fahrverbote für ältere Diesel in etlichen Großstädten durchgesetzt; nun kommen auch noch die Klimaschützer nach Frankfurt. Dieser freche Feldmann war da einfach ein Kritiker uzuviel.
Nachdem Feldmann nicht reden durfte, hat sein Darmstädter Amtskollege Jochen Partsch seine Teilnahme an einer Diskussionsrunde auf der IAA abgesagt. Sie wäre sonst nur ein „Feigenblatt“ gewesen, begründete Partsch seine Absage.
Aller bisherigen betrügerischen Manipulationen zum Hohn forderte der VdA-Präsident Bernhard Mattes in seiner Eröffnungsrede „mehr Vertrauen“ in die Ingenieurskunst der Automobilindustrie. Dass er sich so was im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sagen wagt, zeugt von fehlendem Realitätssinn. Weiterhin produzieren die deutschen Autofabriken dicke SuVs, die die Innenstädte unnötig mit Massen von Abgasen verschmutzen.
Zwar zeigen sie auf der IAA auch elektrisch angetriebene Autos, aber keinerlei Einsicht. Sie verschanzen sich zwischen ihren Blechkarrossen wie in einer Wagenburg. Dabei klingt ihr Kürzel „IAA“ wie die bayerische Zustimmung zur Äußerung eines Esels, der auch „IA“ sagen möchte.

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: