Am Ende des Tages bleibt Österreich auch nach der Wahl weiterhin Kurz vor dem Abgrund.

29 Sep

Österreich hat heute gewählt. Kurz gesagt, hat es nicht viel gelernt.
Die Meherheit der Österreicher möchte anscheinend weiter nach Ibiza fliegen. Jedenfalls hat sie Sebastian Kurz von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP)ihre Stimme gegeben. Nach einer Hochrechnung des ORF kommt er auf 37,1 Prozent.
Eine Koalition der Macht- und Raffgierigen ist damit auch in der nächsten Legislaturperiode des Wiener Parlaments möglich.
Allerdings haben die Wahlberechtigten seinen ehemaligen Koalitionspartner ÖVP böse abgestraft. Mit nur 16 Prozent musste die sogenannte „Freiheitliche Partei Österreichs“ einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Regieren will sie nach Angaben ihres Spitzenkandidaten Norbert Hofer deswegen nicht mit Kurz.
Die Demokratie und die Kronenzeitung wollte der letzte FPÖ-Vorsitzende Hans-Christian Strache an eine vermeintliche Oligarchennichte aus Russland verhökern. Kanzler Kurz will sie sich kurz und bündig selber unter den Nagel reißen. Transparenz und Ehrlichkeit ist von beiden ebensowenig zu erwarten wie die staatsmännische Kunst guten Regierens.
Aber viel Wahlberechtigte in der Alpenrepublik ficht das nicht an. Während die Gletscher in den Alpen schmelzen, schmilzt ihre Demokratie zu einem zähen Brei aus Großmannssucht und Fremdenfeindlichkeit. Wenn Deutsche und Briten schon nicht mehr zum Wintersporturlaub nach Österreich kommen, dann brauche die Österreicher auch keine Fremden mehr in ihrem beschränkten Land.

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