Am Ende des Tages ist konsequentes Gendern einigen wichtiger als Geschlechtergerechtigkeit.

17 Nov

Der Streit wird immer erbitterter. Mensch muss „gendern“, sonst ist Mann ein Schwein.
Das „Gender-Sternchen“ zerteilt viele Worte. Wer sich jedoch gegen diese Teilung wendet, wird als rückwärtsgewandt und zurückgeblieben diffamiert. Wer aus Liebe zur Sprache die „Political Correctness“ in Frage stellt, der wird selber als Demokrat in Frage gestellt.
Einige Frauen scheinen kein größeres Problem zu haben als ein kleines Sternchen. Sie tun, als würde die Gleichberechtigung sofort verwirklicht, wenn nur möglichst alle Menschinnen ordentlich gendern.
Natürlich ist Sprache ein Ausdruck des Denkens. Natürlich ist eine geschlechtergerechte Sprache besser als eine diskriminierende. Aber es gibt so viele andere diffamierende Formulierungen, die kaum jemanden aufregen.
Die Sprache des Hasses und der Hetze ist für manche möglicherweise eher erträglich als die „männliche“ Sprache. Die Sprache des Faschismus feiert fröhliche Urständ; doch einige kümmern sich nur ums Gendern.
Diskriminierung von Menschen geschieht tagtäglich. Auch in der Sprache und durch sie werden Menschen diskriminiert. Aber vielleicht sollte frau ihr Augenmerk ja erst mal auf die Herrenriegen in den Vorstandsetagen richten als auf die vielen gutwilligen Mitmenschen, die nicht „korrekt“ gendern?

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