Am Ende des Tages sind das keine „Covidioten“, sondern Nazis.

2 Aug

Sagst Du jemandem, er sei ein Idiot, wird das nichts nützen. Das Wort „Covidioten“ schadet sogar.
Dijenigen, die da in Stuttgart oder Berlin, irgendwo in Sachsen entlang entlegener Bundesstraßen dicht an dicht stehen und demonstrieren, mögen ja tatsächlich nicht ganz dicht sein, aber vor allem sind sie gefährlich. Nicht der mangelnde Abstand zu ihren Mitdemonstrierenden ist ihr Problem, sondern ihr mangelnder Abstand zu mitdemonstrierenden Nazis.
Das Wort „Covidioten“ diffamiert sie als „Irre“. Damit vernebelt es zugleich die Strategien derjenigen, die diese Demonstrationen organisieren. Sie wollen ihre Nazi-Ideologie von einer angeblichen „jüdischen weltverschwörung“ und ihre Verachtung für die Demokratie „in der Mitte der Gesellschaft“ verankern. Die Drahtzieher sind gefährliche Neonazis und Feinde von Mitmenschlichkeit und Demokratie.
So ist es auch kein Zufall, dass bei der großen Demonstration in Berlin Journalistinnen und Journalisten tätlich angegriffen wurden. Die unabhängige Berichterstattung deiner freien Presse ist umstürzlerischen Nazis nämlich ein Dorn im rechten Auge. Ihr Gebrül von der angeblichen „Lügenpresse“ soll die eigenen Lügen und das daraus geflochtene Gespinst einer rassistischen und antisemitischen Verschwörung vertuschen.
Diese Demonstrierenden sind deshalb keine „Covidioten“, sondern „Covideologen mit rechtsextremem Weltbild. Gefährliche Nazis wie sie sollte man auch „Nazi“ nennen und nicht als „besorgte Bürger“ oder „harmlose Irre“ verharmlosen.

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