Am Ende des Tages wird es furchtbar heiß.

9 Aug

Auf dem Balkon sitzen. Draußen Geschirr klappern hören. Die Sonne auf der Haut brennen spüren. Das ist Sommer.
Über die Felder wandern. Das Laub unter den Füßen rascheln hören. Die Kapuze über den Kopf ziehen. Das ist Herbst.
Durch den Schnee stapfen. Die behandschuhten Hände in die Manteltasche stecken. Auf dem Eis über den zugefrorenen See gleiten. Das war Winter.
Wann wird es wohl wieder wirklich Winter werden? Wird es jemals wieder Frühling werden? Werden die Jahreszeiten die Menschen künftig erfreuen oder erschrecken?
Fast 40 Jahre lang haben wir zuwenig getan. Weniger als vier Jahre wird es vielleicht noch dauern, wo wir noch etwas tun können.
Einst prägten Dürre und Hitze sowie todbringende Seuchen das Bild der Europäer von Afrika. Werden wir uns daran gewöhnen, in Europa mit Dürre und Hitze sowie todbringenden Seuchen zu leben?
„Wer schläft, sündigt nicht“, erklärten die Faulen ihre Trägheit. „Wer etwas tut, kann auch etwas falsch machen“, begründeten die Zauderer ihre Furcht. „Wer nichts tut, macht damit alles falsch“, wissen die Vorausschauenden.
Aber „Fridays for Future“ allein reicht nicht aus. Eine erträgliche Zukunft hat nur, wer die Gegenwart gut nutzt, für eine bessere Welt zu kämpfen. Wer weiterschläft, sündigt.

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