Am Ende des Tages beginnt meist ein neuer Tag.

10 Aug

Das Leben ist ein oft schmerzhafter langer Lernprozess. Mit jeder Wunde reift der Mensch bis zu seinem Tod immer mehr.
Für die Zurückgebliebenen ist der Tod der Gipfel des Schmerzes. Ob das für die Gestorbenen vielleicht ganz anders aussieht, kann keiner sagen. Doch mögen manche Menschen sehr gerne an ein „Leben nach dem Tod“ glauben.
Ein „Leben“ nach dem Tod scheint jedoch ziemlich unwahrscheinlich. Wenn der Tod das Ende des Lebens ist, wie die Menschen es „erleben“, muss hinterher –
wenn überhaupt – etwas ganz Anderes kommen. Vielleicht treten die Gestorbenen nach ihrem Tod in die 5. Dimension ein.
In seiner Relativitätstheorie hat Albert Einstein zutreffend festgestellt, dass der Mensch ein dreidimensionales Wesen ist. Die vierte Dimension begrenzt sein Leben. Diese Dimension ist nach Einstein die Zeit.
Wer seine Zeit erfüllt hat und wessen letztes Stündlein geschlagen hat, der verlässt damit diese dreidimensionale Beschränkung. Der Körper als Ausdruck der drei Dimensionen von Weg, Fläche und Raum vergeht. Die Vergänglichkeit trennt durch die begrenzte Zeit die dreidimensionalen Wesen von der Ewigkeit.
Was das allerdings ist, können Menschen nicht ermessen. Nicht einmal ahnen können die Beschränkten in ihrer Lebenszeit die unbegrenzte Ewigkeit. Darum sind alle Vorstellungen vom Paradies immer nur wohlfeiles Wunschdenken der in der Zeit gefangenen Sterblichen.
Unsterblichkeit reklamieren sie für ihre Gottheit. Mitunter erkennen sie auch großen Geistern Unsterblichkeit zu. Allerdings beschreibt das Wort dann eher so etwas wie Unvergessenheit.
Nach der Logik der Lebenden läuft Zeit lineal ab. Vorher und nachher muss es immer irgendwas geben oder gegeben haben. Das ist Ausdruck der Wahrnehmung von Zeit, in der die Sterblichen lebenslänglich gefangen sind.
Die Erde und der Mond als Kugel sowie das Weltall als gekrümmter Raum zeigen aber eine Möglichkeit auf, wie Unendlichkeit möglicherweise doch denkbar sein könnte. Wissen werden wir das aber wohl erst, wenn wir wirklich in die nächste Dimension hinübergetreten sind. Ob und wie das vielleicht werden könnte, darüber können die Menschen nur spekulieren.
Allerdings sind Spekulationen dieser Art besser als das Spekulieren an der Börse auf Kosten anderer Menschen. Vielleicht ist das Lebenja eine Vorbereitung auf ethische Anforderungen, die die nächste Dimension des Seins an diejenigen stellt, die sie erreichen können? Dann wäre es höchste Zeit, ein gutes Leben vorzulegen für die darauffolgende Dimension.

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