Am Ende des Tages lauert wieder mal ein Abgrund.

13 Aug

Leben ist oft nahe am Abgrund. Abgründe lauern fast überall.
Abgründe gibt es in fast allen Menschen. Von einer Sekunde zur anderen kann das Leben eine unglaubliche Wendung nehmen. Ehe man sich´s versieht, ist man vielleicht schon in einen Abgrund gestürzt.
Der Tod gehört zum Leben von Anfang an mit dazu. Am Ende ist er der Schlusspunkt, auf den die ganzen Jahre zuvor zielgerichtet zugesteuert haben. Auch währenddessen ist er ein stiller Begleiter des Lebens.
Wer den Tod aus dem Leben verdrängen möchte, verdrängt damit zugleich das Lebendige aus seiner Gegenwart. Denn der drohende Tod mahnt die Lebenden dazu, ihre Zeit sinnvoll und bewusst zu nutzen. „Memento Mori!“
Furcht und Schrecken gehören ebenso zum Leben wie Freude und Übermut. Lähmende Angst jedoch müssen die Menschen überwinden, um lebendig zu bleiben und ihre kostbare Zeit zu genießen. Angst ist kein guter Ratgeber.
Man muss seine Angst überwinden und die eigene Trägheit. Der „innere Schweinehund“ legt jeden an die Kette, der ihn nicht an die Kette legt. Abstumpfung führt ebenso zu seelischen Erkrankungen wie Überhitzung.
Der Wahnsinn ist allen näher als sie denken. Wahnsinn regiert die Welt mit Waffen und Terror ebenso wie mit Geld- und Machtgier. Dieser Irrsinn sitzt in Präsidentenpalästen und Parlamenten ebenso wie in Chefetagen und in den Behandlerteams Psychiatrischer Kliniken.
Wer kann angesichts dieses allgegenwärtigen Wahnsinns eigentlich noch gesund bleiben? Wenn das Geld die Welt regiert, bleiben die wirklichen Werte wie Freundschaft und Solidarität auf der Strecke. Wenn Menschen käuflich sind, gehen diese Werte damit schnell unter.
Gesundheit gibt es nicht gegen Geld und meist nur für kürzere Zeit. Gesundheit kann man kaum erzwingen. Gesundheit schenkt den Menschen die Verbindung zur unzerstörten Natur ebenso wie die Verbindung zu ihren eigenen Gefühlen von Wut, Trauer und Empathie.
Krankheit und Behinderung sind Prüfungen, die sich keiner wünscht. Mit etwas Glück können Menschen daran wachsen, sie zu überwinden. So finden sie vielleicht wieder den Weg zu sich selbst und ihrer Freude über die eigene Genesung.
Am Ende der Tage stehen alle vor der bangen Frage nach dem Danach. Beantworten kann keiner sie sicher. So endet das Leben voller Ungewissheiten in der Gewissheit eines ungewissen Endes.

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