Am Ende des Tages feiert der halsstarrige Dogmatismus fröhliche Urständ.

8 Sep

Es lebe der Dogmatismus! Das Dogma von der Unfehlbarkeit der reinen Leere feiert wieder mal fröhliche Urständ.
Konsequenz und Militanz zwingt der Dogmatismus zuallererst allen anderen auf. Oft sind die schärfsten Dogmatiker diejenigen, die Wasser predigen und selber Wein trinken.
Vegetarisch und vegan komt der Dogmatismus daher. Feminist*Innen mögen die Sternin gern bei der Erwähnung aller Mitglieder*Innen ihrer sprechdogmatischen Bedamung der ungeschriebenen GeSätze. Schwarzmalen gehört auch zur Vielfalt der Einfalt des bevormundenden Dogmatismus.
Kolonialismus verschwindet ganz von selbst mit dem unsäglichen „N-Wort“. Geschlechtergerechtigkeit entsteht ganz von selbst mit gegenderter Sprache. Schimpf und Schande über alle, die nicht ganz genauso reden wie nach der Vorschrift in dem – tagtäglich erweiterten – Leerbuch der „korrekten Sprache“.
Rechte empören sich über diesen angeblichen „Angriff“ auf ihre „Rechte“. Linke bemühen sich redlich, aber vergeblich.
Links und rechts ereifern sich Dogmatische und Fanatische über Kleinigkeiten. Das große Ganze gibt es für sie gar nicht mehr. Freiheit ist etwas, was sich Leute nehmen, mit denen die Selbstgerechten auf dem rechten Pfad der Tugend schon gar nicht mehr sprechen.
Selbstredend ist eine besonnene Sprache besser als besoffene Sprachlosigkeit. Die Schere im Kopf und das tonnenschwere Laster, mit dem Leuten gnadenlos über den Mund gefahren wird. helfen nicht voran. Aufklärung und Diskussion sowie Vielfalt statt Einfalt erfordern jedoch Geist, der bei allzuviel Dogmatismus verreist oder verwaist.

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