Am Ende des Tages beginnt bereits die besinnliche Adventszeit.

31 Okt

Noch vor Weihnachten könne es mehr als 19.000 Neuinfektionen an einem Tag geben, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel Mitte Oktober. Heute hat das RKI 19.059 Neuinfektionen gemeldet.
Am Montag beginnt der neuerliche Lockdown. Eine Adventszeit der besonderen Art wird der November dieses Jahr wohl werden. Wenn alle „Stille Nacht“ singen, dann beschreiben sie damit nur die aktuelle Lage während der Pandemie.
Während all die vorangegangenen Jahre Hundertschaften gestresster Kaufwütiger durch die Innenstädte hetzten, um noch schnell all die Geschenke für alle Leute in ihrem Umfeld zusammenzuraffen, wird das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr wohl wirklich besinnlich ausfallen. Gänzlich ausfallen wird es wohl nicht, aber bedächtiger und vorsichtiger vorgehen werden die meisten Menschen dabei wohl schon. Schließlich möchte niemand seine Lieben am Heiligabend in der Begräbniskapelle treffen!
Corona mag allen eine Warnung sein, dass das Leben nicht den Regeln des menschenfeindlichen Turbokapitalismus gehorcht. Er ist noch weitaus lebensfeindlicher als das Tod bringende Virus. Er hat bereits die nächsten mörderischen Katastrophen losgeschickt.
Wenn der Klimawandel weiter wütet wie bisher, wird er weitaus mehr Menschenleben kosten als die Corona-Pandemie. Auch die Menschenopfer für den Verkehr waren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als die Toten dieses Kriegs. Hunger und Kriege kosten nur deswegen so viel Geld, weil der neoliberale Wirtschaftslobbyismus weiterhin den Verkauf von Waffen, den Raubbau an der Natur und die Ausplünderung von MNenschen gegen alle vernünftigen Widerstände durchsetzt.
Wenn Reichtum tötet, wird es nötig werden, ihn zu begrenzen. Der wichtigste Schlüssel zu einer gedeihlichen Zukunft ist eine gerechte Verteilung der Güter über diee gesamte Erde hinweg. Solidarität ist Voraussetzung für das gemeinsame Überleben der Menschheit.
Über all das dürfen die Menschen un im November nachdenken. Wenn sie auch noch so gereizt und gestresst sein mögen, mag ihnen doch allmählich dämmern, dass das bisherige Leben zwischen Kaufrausch und Katastrophen so nicht mehr weitergehen kann. Ein Klima der Selbstbesinnung und Selbstbeschränkung sollte an die Stelle des besinnungslosen „Weiter so“ treten, das seit Jahren immer weiter hineingeführt hat in die heutige Situation.

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