Am Ende des Tages könnten Die Grünen über den Dannenröder Forst abstürzen.

21 Nov

Die Grünen hoffen auf Aufwind von Klimaschützern. Konsequentes Eintreten für Klimaschutz haben sie jedoch im Interesse des Machterwerbs längst fallenlassen.
Den virtuellen Parteitag der Grünen im Berliner „Tempodrom“ eröffnete die Parteivorsitzende Annalena Baerbock am Freitagabend mit einem Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommmen. Sie erklärte, bei dessen Umsetzung komme es auf die nächsten zehn Jahre an. Allerdings warnte sie auch, das Abkommen nicht zu ändern, sondern vertragstreu umzusetzen.
Ebenso wie ihr Co-Vorsitzender Robert Habeck hält auch sie sich alle Hintertürchen zur Macht offen. Offen streben die Grünen eine Koalition mit der CDU an. Eine solche Koalition in Hessen zeigt jedoch auf tragische Weise, wie Grüne in einem schwarz-grünen Regierungsbündnis mit Klimaschützern umgehen.
Sie lassen engagierte Klimaschützerinnen gnadenlos fallen. Genauer gesagt, lassen sie sie abstürzen. Bereits zum zweiten Mal ist das am Samstagmorgen im Dannenröder Forst passiert.
Wieder haben Polizisten Sicherungsseile beschädigt, die Menschen in Baumhäusern oder auf Plattformen in Bäumen halten. Wieder einmal hat die Polizei das Leben der Protestierenden auf´s Spiel gesetzt. Und wieder einmal ist das für die Brünen in Hessen und im Bund kein Grund, die Koalition aufzukündigen.
Wer 2020 noch eine Autobahn baut und dafür einen ganzen Wald mit 300 Jahre alten Bäumen abholzt, der hat die Brisanz des Klimawandels noch nicht verstanden. Wer die Polizei in diesen wald schickt, um Demonstrierende an ihrem Engagement zu hindern, der hat sich damit gegen Klimaschutz positioniert. Das haben die Grünen nicht nur in Hessen, sondern auch auf Bundesebene eindeutig getan.
Man muss nicht mit allen Aktionen voll einverstanden sein, die im Dannenröder Forst zum Schutz des Waldes stattfinden, aber diesen wald abzuholzen, ist eindeutig Politik von gestern. Die Grünen bekennen sich mit ihrem Bekenntnis zu Schwarz-Grün zugleich auch zur ewig gestrigen Politik zugunsten der umweltfeindlichen Autolobby und einer Wachstumswirtschaft, die in vorderster Front verantwortlich ist für den Klimawande.
Wer Klimaschutz für wichtig hält, kann darum keine Grünen wählen. Wollten Grüne wirklich das Klima schützen udn die Zukunft der Menschheit retten, könnten sie mit der CDU solange nicht zusammengehen, wie diese Union dem Auto huldigt und dem Wirtschaftswachstum auf Kosten der Natur. Darum bleibt abzuwarten, ob die Grünen nicht die nächsten sind, die mit ihrem Verhalten zum Klimaschutz und insbesondere zu den Klimaschützerinnen und Klimaschützern im Danni abstürzen.

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