Am Ende des Tages haben wir dann die Bescherung.

24 Dez

Da haben wir die Bescherung: Dieses Jahr gibt´s keine Geschenke. Seit acht Tagen sind die Läden zu.
Das Fest des Konsums wird plötzlich besinnlich. Die besinnungslose Jagd nach irgendwelchem Unsinn, den man irgendwelchen Leuten in unnützen Verpackungen überreicht, damit sie ihn nach einer Schamfrist sang- und klanglos verschwinden lassen, hat endlich ein Ende. Die Fußgängerzonen sind nicht mehr so voll wie sonst im Advent; und die Geldbeutel dafür nicht ganz so leer.
Das „Fest der Liebe“ zeigt sich nun von seiner härtesten Seite: Weihnachten wird zum Lackmustest für Freundschaften und Beziehungen, Familien und Nachbarschaften. Wer es nicht aushält allein mit sich selbst, dem geht´s nun echt dreckig.
Wer sich gern inszeniert hat in „großzügigen“ Geschenken, der muss jetzt auf seine selbstdarstellerische Freigebigkeit verzichten. Wer es aber ernst meint mit anderen Menschen, der findet auch im Lockdown garantiert den passenden Weg von Herz zu Herz. Wirf also das Geschenkpapier weg und zeig Dich in Deiner wahren Gestalt, mein Herzchen!

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