Am Ende des Tages ist der 3. schon fast vorbei.

3 Jan

Aller guten Dinge sind 3. Der dritte Tag des Neuen Jahrs neigt sich dem Ende entgegen.
Am Abend trinke ich meinen Martini Extra dry. Dann fahre ich nach Dreihausen. Dort treffe ich einen Dreikäsehoch, der sich in einem Stall rumtummelt.
Ein wohltuender Dreiklang bringt mich mit meiner Umgebung in Einklang. Der Pfarrer plappert von der „Heiligen Dreifaltigkeit“. Setzt er etwa auf die Einfalt der Gläubigen?
Ungläubiges Erstaunen über die „Heiligen drei Könige“ muss Maria und Josef vor vielleicht 2021 Jahren gepackt haben. Seihter ertönen zu Weihnachten viele Weisen über die „Weisen aus dem Morgenland“.
Derweil schwadronieren viele Neunmalkluge hochtrabend über das angeblich überlegene Abendland. Ich muss überlegen, ob diese so hoch gepriesene Kultur wirklich so christlich und so überlegen ist, wenn sie Flüchtlinge im Meer ertrinken, in abgebrannten Zeltlagern erfrieren oder elend verdorren lässt. Die „Heilige Familie“ war doch auch auf der Flucht
Verflucht, was mir da so alles in den Sinn kommt am dritten Tag des Jahres 2021 nach Christi Geburt! Derweil ist es Abend geworden. Ich fahre heim und denke dabei, dass sich diese Gegend südlich von Marburg vielleicht nur deswegen „Abendland“ nennt, weil ich dort am Abend über Land fahre.

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